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Reichenwalder Rat beschloss zudem Investitionsliste für 2013

Halbe Million Euro für Übernahme der Straße

Cornelia Link / 14.02.2013, 07:59 Uhr
Reichenwalde (MOZ) Der Gemeinderat von Reichenwalde hat am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus der Investitionen-Prioritätenliste und Abstufung der L 412 zugestimmt. Zurückgestellt wurde dagegen der Städtebauliche Vertrag der Wochenendsiedlung Silberberger Straße.

Für die elf Gemeindevertreter aus Kolpin, Dahmsdorf und Reichenwalde war es die erste Zusammenkunft seit Oktober. Dementsprechend wünschte der ehrenamtliche Bürgermeister Heinz Döbler allen nicht nur ein gesundes neues Jahr, sondern informierte zu Beginn auch über die Berufung von Grit Schmidt zur hauptamtlichen Verbandsvorsteherin beim Wasser- und Abwasserzweckverband Scharmützelsee (WAS) sowie über den Stand der Einwohnerzahlen.

So lebten Ende 2012 im Vergleich zum Vorjahr acht Bürger weniger im Gemeindegebiet, resultierend aus Abgängen in Reichenwalde und Dahmsdorf sowie Zuzüge in Kolpin. "Das Amt Scharmützelsee dagegen wächst, vorrangig durch Zuzüge in Bad Saarow und Wendisch Rietz. Die Einwohnerzahl hat sich um 100 erhöht, lag Ende Dezember bei 8987", so Döbler.

Nach Berichten über die Ortsbeiratssitzungen im Januar durch die Ortsvorsteher Renate Nifke (Kolpin), Mike Hemm (Reichenwalde und Lothar Stange (Dahmsdorf) ging es auch schon an die drei Beschluss-Vorlagen.

Da die Investitionsmaßnahmen laut Prioritätenliste schon lange in den Ortsbeiräten besprochen worden waren, wurden sie einstimmig durchgewinkt. Dieses Jahr können von der Liste mit 17 Punkten allerdings nur die ersten vier umgesetzt werden - dabei handelt es sich um den Straßenausbau im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens (BOV) vom Mittelweg, Am Berge und Neuer Weg, die sich zwischen Kolpin und Reichenwalde/Neu Reichenwalde befinden. Für den Ausbau der Feldwege mit Asphaltdecke, die auch Autos und Radlern nutzen können, erhält die Gemeinde Fördergeld vom Land (75 Prozent) und muss selbst rund 135 000 Euro zulegen. "Dazu kommen 30 000 Euro für Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen, die an den Wegen und im Dahmsdorfer Zentrum gesetzt werden", so Döbler. Was darüber hinaus machbar sei, wird im Laufe des Jahres nach Kassenlage umgesetzt.

Zugestimmt, weil unumgänglich in den Augen der Abgeordneten, wurde auch der freiwilligen Übernahme des 1,8 Kilometer langen Teilstücks der L 412 mitsamt Radweg zwischen Zufahrt Hotel Arosa und der Grenze zu Wendisch Rietz (Am Luch) als Gemeindestraße. Das zieht künftig auch Kosten für Instandsetzung und Winterdienst nach sich. Die Abstufung habe das Land mit sinkenden Verkehrszahlen begründet, so Amtsdirektor Carsten Krappmann. Statt zu warten, bis man die marode Straße mit gestopften Löchern bekommt, sollte die Gemeinde jetzt freiwillig zugreifen, riet er. Sie wird mit 473 000 Euro belohnt. Die halbe Million Euro reiche für eine Deckenreparatur völlig aus, so Krappmann. Das überzeugte die Abgeordneten.

Zurückgestellt dagegen wurde der Beschluss zum Städtebaulichen Vertrag zur Klarstellungssatzung für das Wochenendhausgebiet Silberberger Straße in Reichenwalde bis die Differenzen zwischen Laubenpiepern und Amt ausgeräumt sind.

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