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Zamperei geht weiter - auch wenn Aschermittwoch schon vorbei ist: Pfaffendorf und Alt Stahnsdorf

Lange Beine und unfertige Kostüme

Illustre Truppe in Alt Stahnsdorf: Rund 50 Zamperer marschierten am Sonnabend durchs Dorf.
Illustre Truppe in Alt Stahnsdorf: Rund 50 Zamperer marschierten am Sonnabend durchs Dorf. © Foto: Elke Lang
Elke Lang/Cindy Teichert / 19.02.2013, 07:05 Uhr - Aktualisiert 19.02.2013, 07:36
Pfaffendorf/Alt Stahnsdorf. () Kalendarisch ist der Karneval mit dem Aschermittwoch längst beendet. Das stört die Narren unserer Region überhaupt nicht, sie machen weiter.

Fröhliche Narren zogen am Sonnabend, begleitet von den Lieberoser Musikanten, durch Pfaffendorf und den dazugehörigen Ortsteil Lamitsch. Allen voran Stefanie Böhm, die die Fastnachtsorganisation in diesem Jahr für Heidi Lehmann übernommen hat. Die Fastnachts-Chefin befindet sich nämlich in der Babypause. "Aber wir machen ein schönes Gruppenfoto für sie und freuen uns, wenn sie bald wieder mitmacht", so die Stellvertreterin.

Viele bunte Kostüme werden dieses Foto schmücken, denn auch die Pfaffendorfer verkleiden sich immer sehr einfallsreich. Marktfrau, Schlafmütze, Zwerg und Schneekönigin - alles war hier vertreten. Oliver Liepe verwandelte sich in Olivia und legte die lange Zamperstrecke in Absatzschuhen und knappem Minirock zurück. So manch eine Frau wurde wohl beim Anblick seiner langen, schlanken Beine neidisch.

Denis Hild hingegen griff ein politisches Thema auf. Er war als Bauarbeiter verkleidet und hatte ein Pappschild um, auf dem stand "Ich wollte als Flughafen BER gehen, doch leider ist das Kostüm nicht rechtzeitig fertig geworden". "Ich habe selbst zweieinhalb Jahre dort gearbeitet und finde es schade, dass der neue Flughafen einfach nicht fertig wird", begründete er seine Kostümwahl.

Am Abend feierten die Pfaffendorfer mit Peat's Partyband im großen Festzelt am idyllischen Dorfteich in Lamitsch. Dort gab es "Rotkäppchen mal anders" und einen Zwergentanz zu erleben. Höhepunkt war ein Flashmob, der das ganze Zelt zum Mittanzen animierte. "Wir haben für unser Programm seit November geprobt. Das macht immer sehr viel Spaß und hält die Dorfgemeinschaft zusammen", so Stefanie Böhm.

Bei den Alt- und Neu-Stahnsdorfern war in diesem Jahr Fasching "Keen Thema", was nicht bedeutete, dass es nicht wie immer kräftig gefeiert wurde. Das fing am Sonnabend mit dem Zampern an, bei dem die rund 50-köpfige närrische Schar wieder ein außerordentlich buntes Bild bot. Die Fußballer waren, ihrem Vereinsnamen "Blau-Weiß" entsprechend, blau und weiß als außerordentlich vergnügte Matrosen mit dem Sex-Schul-Schiff "Gorch F..ck" dabei. Der veranstaltende "Festverein Dampfhammer" deutete das von ihm ausgegebene Motto auf das Wetter bezogen, denn "das macht, was es will, und man kann es nicht beeinflussen", erklärte die Vereinsvorsitzende Cornelia Schulze-Ludwig frohgelaunt als Schneekönigin. Andere verkleideten sich als Sonne, Mond, Sterne, Schneeflocke sowie bombastische Regen- oder Schneewolke. Daniel Koebsch hatte mit seinem Trecker wieder die Aufgabe übernommen, die Zamperer zwischen den zwei Ortsteilen hin und her zu kutschieren.

Am Abend war wie immer die Darre brechend voll. Mit der Alt Stahnsdorfer Tanzgruppe "Dance la Loca", die eine Lebensgeschichte von der Kindheit bis ins hohe Alter darstellte, gab es ein tolles Programm.

Am nächsten Wochenende ist Fastnacht in Klein-Briesen, Kehrigk und Groß Muckrow .

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