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Friedhelm Brennecke 01.03.2013 20:48 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Das "Falkennest" wächst

Oranienburg (MZV) Oranienburg ist auf Wachstumskurs. Das haben die Kommunalpolitiker erkannt und deshalb werden die Kapazitäten der Kinderbetreuung aufgestockt. Am Freitag wurde der Grundstein für einen Anbau der sportorientierten Kita "Falkennest" gelegt. 50 neue Plätze für den Krippenbereich werden dort bis zum Sommer geschaffen.

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Mit Musik geht alles besser: Vollblutmusiker und Kita-Mitarbeiter Daniel Wiesjahn (links) holt am Freitag seine Gitarre hervor und Mädchen und Jungen des "Falkennestes" singen beschwingt ein paar lustige Lieder zur Grundsteinlegung des Kita-Anbaus.  

Mit Musik geht alles besser: Vollblutmusiker und Kita-Mitarbeiter Daniel Wiesjahn (links) holt am Freitag seine Gitarre hervor und Mädchen und Jungen des "Falkennestes" singen beschwingt ein paar lustige Lieder zur Grundsteinlegung des Kita-Anbaus.

© MZV/Friedhelm Brennecke

"Unsere Warteliste ist schon heute so lang wie die Zahl der Plätze, die wir nach Fertigstellung dieses Bauabschnitts haben werden", sagt Andreas Leuschner, Geschäftsführer der Stadtservice Oranienburg GmbH (SOG), die als freier Träger das "Falkennest" betreibt und natürlich die Turm-Erlebniscity. Derzeit werden 100 Kinder in dem erst im Oktober 2010 eröffneten Haus in Holzfertigbauwiese betreut.

Dem Grundsatz "kurze Beine, kurze Wege" komme in der Einrichtung an der Heidelberger Straße eine besondere Bedeutung zu. Denn Bewegung und Sport - etwa schwimmen und saunieren im benachbarten Turm - haben im "Falkennest" oberste Priorität. Auch gesundes Essen, das in der hauseigenen Küche frisch zubereitet wird, gehöre zur Philosophie des "Falkennestes", unterstreicht Leuschner.

Dass Oranienburg auf Wachstumskurs ist, erfreue alle, sei aber kein Selbstläufer, weiß Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD). "Wir müssen durch aktives Handeln auch die Chance ergreifen und die Rahmenbedingungen setzen", sagt das Stadtoberhaupt. Deshalb seien Kitas und Schulen mit unterschiedlichen Profilen wichtig.

So gebe es neben dem sportorientierten "Falkennest" christliche Einrichtungen, wie etwa die "Kleinen Fische" oder den "Leuchturm", und Kitas mit sehr vielfältigen pädagogischen Schwerpunkten. Oranienburg habe da einiges zu bieten und müsse den Vergleich mit anderen Kommunen nicht scheuen. Diese sogenannten weichen Standortfaktoren seien ausschlaggebend, wenn junge Familien oder Unternehmen vor der Wahl stünden, wo sie sich niederlassen wollen.

"Die Nachfrage ist hier deshalb so groß, weil das Konzept stimmt", lobt Landrat Karl-Heinz Schröter (SPD) die Kita "Falkennest". Denn mit Sport und Bewegung könne nicht früh genug begonnen werden. ",Was Hänschen nicht gelernt hat, das lernt Hans nimmermehr' gilt in Hinsicht auf körperliche Fitness und Gesunderhaltung im besonderen Maße", so der Landrat.

Gut 600 000 Euro investiert die Stadtservice Oranienburg GmbH in den Anbau. Er wird wieder in Holzfertigbauweise errichtet und südlich an das bestehende Haus angedockt. Bis zum Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen und das Gebäude bezugsfertig sein. Ein Teil der Investitionskosten wird aus Fördermitteln des Bundesprogramms Kinderbetreuung bestritten. Der Rest wird über ein Darlehen der Mittelbrandenburgischen Sparkasse abgedeckt.

Sozialdezernentin Kerstin Kausche (parteilos) ist froh darüber, "dass wir unsere Hausaufgaben rechtzeitig gemacht haben". Oranienburg habe genügend Kinderbetreuungsplätze, wenn die Baumaßnahmen für das "Falkennest" und die Kita "Leuchtturm" des Christlichen Jugendzentrums abgeschlossen seien und die neue Kita "Butzelhausen" in der Innsbrucker Straße 19 eröffnet werde. Dann stünden in der Kreisstadt insgesamt 3 210 Plätze für Krippe, Kindergarten und Hort zur Verfügung. Der Bedarf liege bei 3 185.

"Es wird selbst ab August, wenn auch unter Dreijährige einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz haben, ausreichend Betreuungsplätze in Oranienburg geben, allerdings nicht immer in der Wunsch-Kita", sagt Kerstin Kausche. Der Notstand bei den Erzieherinnen sei ebenfalls überwunden, auch wenn die SOG für das "Falkennest" gerade noch eine Stelle ausgeschrieben habe. Für Quereinsteigerinnen in diesen Beruf hatte Oranienburg schon vor Jahren die Weichen gestellt "und damit mal etwas richtig gut gemacht", so Kausche.

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