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Marco Marschall 05.03.2013 20:48 Uhr
Red. Seelow, seelow-red@moz.de

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Einsatzgebiet Solarpark

Neuhardenberg (MOZ) Seit dem Solarparkboom haben Sicherheitsfirmen voll zu tun. Auch in Neuhardenberg sind mehrere Wachdienste im Einsatz. Noch konnten Diebstähle verhindert werden. Die Soko Sonne empfiehlt Kameras.

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Auf Rundgang: Stefan Helm kontrolliert den Solar-Park auf dem Flugplatz Neuhardenberg mit Rottweiler Ron.  

Auf Rundgang: Stefan Helm kontrolliert den Solar-Park auf dem Flugplatz Neuhardenberg mit Rottweiler Ron.

© MOZ

"Der Däne kann beruhigt schlafen", sagt Winfried Helm, Chef der gleichnamigen Wachschutzfirma. Der Mann aus Seelow meint Peter Solbeck den Inhaber des Flugplatzes Neuhardenberg. Denn seit der Sicherdienst hier seine Runden dreht, sei noch nichts gestohlen worden. Bei den Dieben heiß begehrt ist das was auf 280 Hektar des Areals verteilt ist: Solartechnik - vor allem Module und Wechselrichter.

"Eigentum verpflichtet", sagt Detlev Schauland, Leiter der im Juli gegründeten Sonderkommission Sonne, mit der die brandenburgische Polizei auf die vermehrten Diebstähle in großen Parks reagiert. Den Betreibern müsse er immer wieder zu offensichtlichen Sicherheitsmaßnahmen raten: Hohe Zäune, Alarmtechnik, Wachschutz. Als probates Mittel zur Abschreckung hätten sich Kameras erwiesen, sagt Schauland. Wie gut deren Bildmaterial ist, ob sie mit Nachtsicht ausgestattet sind, könnten die Diebe schlecht einschätzen und würden wieder Abstand vom Gelände nehmen. "Die Betriebe müssten eben bereit sein in Sicherheit zu investieren", so der Leiter der Soko. Denn bei den Fällen, welche sein Team untersucht, geht es um Massendiebstähle - 40 bis 450 Module, also mehrere Kleintransporterladungen, die von den Eindringlingen entwendet werden. Die Soko Sonne spricht von organisierten Bandendiebstählen.

Versucht haben diese es auch in Neuhardenberg schon. Der jüngste Fall hatte sich erst Ende vergangener Woche ereignet, als Unbekannte den Zaun des Solarparks durchtrennten. Noch bevor der Alarm auslöste, hatten die Einbrecher allerdings die Flucht angetreten, da sie von den Wachschutzleuten der Firma Helm überrascht wurden. "Mehr als 100 Kilometer sind allein unsere Mitarbeiter pro Schicht unterwegs", sagt Winfried Helm. Entweder mit dem Jeep oder zu Fuß, aber immer mit einem der 18 Rottweiler der Firma.

Für das Unternehmen kam der Solarparkboom der vergangenen Jahre nicht ungelegen. Sieben Mitarbeiter, darunter auch sein Sohn Stefan, kann Winfried Helm beschäftigen. Neben regelmäßigen Kontrolldiensten auf dem Gelände der Biogasanlage bei Seelow, sind die Großflächen mit den blau schimmernden Modulen längst zum Hauptgeschäftsort der Firma geworden. In der Vergangenheit seien das vor allem landwirtschaftliche Betriebe und Veranstaltungen gewesen.

In eine heikle Situation seien seine Mitarbeiter bisher noch nicht gekommen, sagt Winfried Helm. Angst dürften sie nicht haben, nennt er eine Voraussetzung für den Beruf. Bevor sie sich allerdings selbst in Gefahr begeben, lassen sie den Wachhund von der Leine. Gerade die Einbruchsstelle im Zaun werde nun strenger bewacht. Denn Winfried Helm weiß: "Die Täter kommen wieder."

Sollte trotz der Sicherheitsvorkehrungen ein Diebstahl gelingen, tritt die Soko Sonne auf den Plan und kann europaweit nach den Seriennummern der Module fahnden. Vorausgesetzt, die Kriminalisten wissen, welches Modul entwendet wurde, sagt Soko-Leiter Detlev Schauland. Der Parkbetreiber müsse dazu seine Listen mit den Nummern auch genau den Reihen zuordnen können, wo diese standen.

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