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Greifvögel fliegen mit Affenzahn übers Schullandheim

Schau mir in die Augen, Kleines: Es gab wohl keinen Besucher, der dem Blick des Wüstenbussards Ahab widerstehen konnte. Beeindruckend waren für viele Teilnehmer der Projekttage im Waldhof aber vor allem seine Flugkünste.
Schau mir in die Augen, Kleines: Es gab wohl keinen Besucher, der dem Blick des Wüstenbussards Ahab widerstehen konnte. Beeindruckend waren für viele Teilnehmer der Projekttage im Waldhof aber vor allem seine Flugkünste. © Foto: Rafael Noster
Thomas Pilz / 15.03.2013, 18:43 Uhr - Aktualisiert 15.03.2013, 19:33
Zootzen (TP) Mit über 300 Sachen im Sturzflug Richtung Erde, tollkühne Flugmanöver und staunende Kinder, die den Mund nicht mehr zubekommen. Das sind keine Attribute einer Flugshow, sondern aktiver Naturschutz - zu bewundern im Waldhof Zootzen.

Ahab, Schneepi und Momo sorgten am vergangenen Wochenende im Schullandheim Waldhof für großes Staunen bei den 25 Teilnehmern der Naturschutz Arbeitsgemeinschaft des Fördervereins Waldschule Zootzen e.V.. Für ein ganzes Wochenende beschäftigten sich die Kinder und Jugendlichen des Vereins auf Exkursionen und Seminaren mit dem Thema Greifvögel.

Höhepunkt: Falkner Marko Loerke war mit seinem Team Schneeeule Schneepi, Wüstenbussard Ahab und Wanderfalke Momo zu Gast. Die vier hatten für die jungen Naturschützer ein sehr kurzweiliges Programm über die Könige der Lüfte im Gepäck, das alle begeisterte. Nach einer kurzen Einführung über die vielseitige Arbeit eines Falkners mit seinen Tieren, dem Bezug zum Naturschutz, und wie man einen Greifvogel wiederfindet, sollte er doch einmal nicht zu seinem "Herrchen" zurückfinden, war es Zeit für den Auftritt von Schneepi, Momo und Ahab.

Die drei Hauptdarsteller ließen sich von den Kindern nicht beeindrucken und verfolgten das Geschehen um sie herum mit großer Gelassenheit. Die spitzen Krallen und der Schnabel von Momo waren dabei mindestens so beeindruckend wie Schneepi, der seinen Kopf um 270 Grad dreht und dann noch mühelos nach oben gucken kann. Die samtweichen Federn der Schneeeule und die Geschichten wie ein Wanderfalke Geschwindigkeiten von über 300 Kilometern pro Stunde überleben kann, ohne dass die Lungen explodieren - ein Helm kommt ja nicht infrage - erstaunten auch die Erwachsenen. Und dann plötzlich: Leinen los und Ahab erhob sich in die Lüfte. Eine kurze Runde über den Waldhof und schnell war ein Baum gefunden von dem er das ganze Geschehen im Blick hatte. Start einer ungewöhnlichen Exkursion im Waldhof.

Unter den wachsamen Augen von Ahab, der die Gruppe auf Schritt und Tritt verfolgte, ging es in den angrenzenden Wald. Von Zeit zu Zeit flitzte ein Schatten knapp über die Köpfe hinweg oder ohne jede Berührung mitten durch die Gruppe hindurch. Auf einer Lichtung dann eine weitere Demonstration der Zusammenarbeit zwischen Marko und Ahab.

Alle Kinder sortierten sich in zwei Reihen am Weg. Ahab wartete schon gespannt etwa 50 Meter entfernt auf dem Arm eines Freiwilligen. Ein kurzer Ruf von "seinem" Falkner und schon schoss Ahab wenige Zentimeter über den Boden zielsicher und pfeilschnell durch die Gasse - einfach beeindruckend.

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