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Baumpaten winken kostenlose Laubsäcke

Michael Gabel / 23.03.2013, 07:09 Uhr
Schöneiche (MOZ) Schöneicher sollen künftig Baumpatenschaften abschließen können. Das beschloss die Gemeindevertretung auf Antrag der Fraktion Feuerwehr/Forum/Grüne. Deren Fraktionschef Johannes Kirchner möchte die Bereitschaft zu solchen Patenschaften mit bis zu zehn kostenlosen Laubsäcken honorieren.

Gleich mehrere Gründe sprechen nach Ansicht von Kirchner (Neues Forum) für die Patenschaften für Straßenbäume. Sie seien neben Pflanzungen auf dem eigenen Grundstück "eine gute Möglichkeit, einen Beitrag zum Erhalt von Bäumen zu leisten". Gleichzeitig werde das Engagement von Bürgern für ihre Gemeinde und ihr Wohngebiet gefördert.

"Die private Pflege von Straßenbäumen durch Baumpaten verbessert das Straßenbild, wirkt der Zerstörung entgegen und schafft Ersatz für die schwer zu leistende Pflege seitens der Gemeinde", begründete der Fraktionschef von Feuerwehr/Forum/Grüne den Antrag. Kirchner schlug vor, dass jeder Einwohner Wünsche äußern kann, wo Bäume im öffentlichen Straßenland neu angepflanzt werden sollen. Der Antrag bezieht sich auf den alten Baumbestand ebenso wie auf Neupflanzungen. Als kleine Anerkennung für so viel Bürgerengagement sollen die Schöneicher nach dem Wunsch von Kirchner einmalig zehn Laubsäcke kostenlos von der Gemeinde erhalten. Ein 100-Liter-Laubsack zum Aufsammeln des Straßenlaubs kostet ansonsten einen Euro.

Der Vorschlag, Baumpatenschaften einzuführen, stieß bei den anderen Gemeindevertreter auf überwiegend positives Echo. Die Linke-Abgeordnete Gundula Teltewskaja sagte, sie sehe darin eine positive Sache, auch wenn es noch einige Ungereimtheiten gebe. So heiße es, es gebe keine finanziellen Auswirkungen. "Die gibt es aber doch, durch die kostenlosen Laubsäcke." Ihr Fraktionskollege Artur Pech betonte: "Alles, was helfen kann, ist gut." Wenn ein Mitarbeiter der Gemeinde einen Eimer Wasser auskippe, komme das sicher teurer, als wenn es eine Privatperson tue.

Auch die CDU-Abgeordnete Karin Griesche beurteilte den Antrag als "sinnvolle Sache". Karin Müller (SPD-Fraktion) teilte diese Meinung, fragte aber, wie die Baumpatenschaften konkret aussehen sollen. Nur Hans-Joachim Hutfilz (SPD), der am Ende als einziger dagegen stimmte, goss etwas Wasser in den Wein. "Wenn die Bäume Wasser brauchen, dann bekommen sie es auch. Da brauchen wir keine Baumpatenschaften."

Mit dem Beschluss wurde Bürgermeister Heinrich Jüttner (parteilos) beauftragt, ein Verfahren für Baumpatenschaften sowohl für Neupflanzungen als auch für den Altbaumbestand zu erarbeiten. Bis zur Sitzungsrunde im Mai/Juni soll dies geschehen. Dann wird auch darüber abgestimmt, ob die Paten mit kostenlosen Laubsäcken belohnt werden.

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