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Biesenthals neuer Skulpturenweg eröffnet / Ergebnis eines deutsch-polnischen Bildhauersymposiums

Gehirnhälften und anderes im Dialog

Dialog zwischen 2 Gehirnhälften: Der Künstler Sigfried Pietrusky (2.v.r.) aus Berlin betitelte so sein Werk, das unweit der Amtsverwaltung an der Plottkeallee steht.
Dialog zwischen 2 Gehirnhälften: Der Künstler Sigfried Pietrusky (2.v.r.) aus Berlin betitelte so sein Werk, das unweit der Amtsverwaltung an der Plottkeallee steht. © Foto: Rainer Horn
Brigitte Horn / 24.03.2013, 23:41 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der neue Biesenthaler Skulpturenweg mit den Werken der 3. Werkstatt im Freien ist am Sonntag eröffnet worden. Da einige Skulpturen der zweiten Werkstatt stehen bleiben werden, kommen die Initiatoren dem Ziel, einer deutsch-polnischen Skulpturenlinie, immer näher.

"Dialog zwischen zwei Gehirnhälften" hat Siegfried Pietrusky aus Berlin sein Werk genannt, er meint die mathematische und die künstlerische, wie er selbst sagte. Es hat seinen Platz auf einer Wiese neben der Amtsverwaltung. Eine "Dialog-Bank" hat der polnische Künstler Michal Bajsarowicz geschaffen. Er hat ihr mit Absicht eine leichte Vertiefung gegeben, so dass sich die dort Sitzenden schon auf Grund der Schwerkraft leichter annähern. Sie steht nun auf dem Biesenthaler Marktplatz und trägt zum künstlerischen Ambiente des Stadtbildes bei.

Diese beiden sowie weitere vier Arbeiten von Malgorzata Bukowicz (Polen) sowie Emerita Pansowová, Anne Schulz und Georg Wiest (Deutschland) sind Werke der 3. Werkstatt im Freien, einem deutsch-polnischen Bildhauersymposium, das diesmal unter dem Motto Dialog stand. Das Ziel der von der Biesenthaler Bildhauerin Anne Schulz organisierten Werkstatt ist die Erweiterung des Skulpturenweges und langfristig die Schaffung einer deutsch-polnischen Skulpturenlinie. Am Sonntag wurde der neue Skulpturenweg in Anwesenheit der Künstler eröffnet.

Der Werkstatt im Freien immanent ist, dass die Ergebnisse der Arbeit zwei Jahre als Leihgabe an die Stadt gehen. Finden sich Sponsoren, die diese Werke für die Stadt erwerben, wird der Skulpturenweg immer reicher an Kunstwerken. Und so ist Bürgermeister André Stahl, der die Idee des Sponsorings angeregt hatte, besonders erfreut, dass drei Werke der vorangegangenen Werkstatt der Stadt erhalten bleiben - zwei Kunstwerke auf dem Schulgelände und das "Winterschwein" an der Ecke Kirschallee. Über zwei weitere Werke, die an der Bio-Molkerei stehen, wird noch verhandelt.

Mit den Arbeiten der 3. Werkstatt vom September vorigen Jahres sind nun bis 2015 mindestens neun Skulpturen im Biesenthaler Stadtbild zu sehen. "Zusammen mit der Himmelsschiene und der Arbeit an der Kita St. Martin ist das schon eine ganze Menge", schätzt der Bürgermeister ein. Das werte auch das Straßenbild auf. Nicht zuletzt hob er hervor, dass mit Arbeiten der beteiligten Künstler in den ehemaligen Sparkassenräumen am Markt eine temporäre Galerie unter dem Titel "KunsTraum" eingerichtet werden konnte. "Ich finde das alles ganz toll. Es belebt die Stadt mit Kultur", sagte die Biesenthalerin Sieglinde Thürling bei der Eröffnung des neuen Skulpturenweges am Sonntag. Tätig im Tourismusbüro, erhalten Besucher bei ihr, die nach Sehenswürdigkeiten fragen, gleich einen Stadtplan mit einem Einleger zum Skulpturenweg.

Das deutsch-polnische Bildhauersymposium wird von der Stadt Biesenthal und dem Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten gefördert. Doch das allein würde nicht reichen. Zum Erfolg hätten auch der Kulturbahnhof, die Freunde des Schlossbergs und zahlreiche interessierte Biesenthaler beigetragen, schätzt die Hauptorganisatorin und Künstlerin Anne Schulz ein.

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