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Maria Neuendorff 27.03.2013 21:38 Uhr - Aktualisiert 27.03.13 22:18 Uhr

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Wolkenkratzer f√ľr den Alex

Berlin (MOZ) Der Wohnraum wird in der Berliner Innenstadt immer knapper. Schon 1993 hat der Star-Architekt Hans Kollhoff einen Plan von neun neuen Hochhäusern am Alexanderplatz entwickelt. Der US-Investor Hines will nun den ersten 150 Meter hohen Bau verwirklichen.

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So k√∂nnte es aussehen: Dieses Modell zeigt, was am Alex st√§dtebaulich m√∂glich w√§re.  

So könnte es aussehen: Dieses Modell zeigt, was am Alex städtebaulich möglich wäre.

© MOZ

Ob vom Strausberger Platz, der Schloss- oder der Mühlendammbrücke aus, von überall her kann man den neuen Fixpunkt in der Berliner Skyline sehen. Auf den Visualisierungen der Stadtplaner sieht der Wohnturm ein wenig aus wie das neue Waldorf Astoria am Bahnhof Zoo. In der Realität muss der Investor Hines im Sommer gemeinsam mit dem Bezirk Mitte und dem Senat aber erst noch einen Architektur-Wettbewerb ausloben. Die Entscheidung soll laut Senatsverwaltung im Herbst bekanntgegeben werden.

Das Hochhaus-Projekt, in dem neue Wohnungen entstehen sollen, nimmt trotzdem schon Gestalt an. Seit Anfang der Woche liegen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Köllnischen Park die Bebauungspläne öffentlich aus. Interessierte können dort bis Ende April schriftlich Einwendungen gegen das Projekt abgeben. Die erneute Bürgerbeteiligung sei nur deshalb erforderlich, weil der Bebauungsplan aus dem Jahre 2000 für das neue Hochhaus nochmal geändert wurde, erklärt die zuständige Sprecherin Daniela Augenstein.

Denn der Wolkenkratzer sei jetzt von der Mitte des Grundstücks, wo seit 2009 bereits ein fünfgeschossiges Einkaufscenter mit Saturn als Hauptmieter steht, an den Rand gerückt. Nach Kollhoffs Plänen sollte der Wohnturm eigentlich mittig aus dem Flachbau herausragen. Als Grund der Änderung geben die Planer unter anderem einen 30er-Jahre-Bunker unter dem ursprünglichen Planungsgebiet an. Auch die U-Bahnlinien 2 und 5 führen dort entlang. Dass die Kollhoff-Pläne aus den 90er-Jahren mit insgesamt neun Hochhäusern bis heute nicht realisiert wurden, habe aber vor allem wirtschaftliche Gründe gehabt, erklärt Sprecherin Daniela Augenstein.

Das etwa 1,5 Hektar große Areal, an das sich jetzt Hines wagen will, befindet sich im Nordosten des Alexanderplatzes direkt an der Alexanderstraße. Prominente Nachbarn sind das Kongresszentrum und das Anfang der 60er-Jahre nach Plänen von Hermann Henselmann errichtete Haus des Lehrers, das unter Denkmalschutz steht.

Das Plangebiet befindet sich in einem archäologischen Verdachtsgebiet. Nicht einmal 100 Meter nördlich, in der Nähe der Tunnelausfahrt an der Otto-Braun-Straße, stand einst die Georgenkirche. Die Sprengung der Kriegsruine erfolgte 1950. Eine präzise Lokalisierung der als Bodendenkmal eingetragenen Fundamente sowie insbesondere der Überreste des Friedhofs sei noch nicht bekannt, heißt es aus der Senatsverwaltung. Also werden vor den Bauarbeitern erst einmal die Archäologen anrücken. "Wie bei allen Bauvorhaben in Mitte wird das Gelände nicht nur nach Kriegsbomben abgesucht werden müssen", sagt Christine Wolf vom Landesdenkmalamt.

 

Die Pläne liegen bis zum 30. April in der Senatsverwaltung, Am Köllnischen Park 3 in Mitte, aus. Geöffnet ist Montag bis Mittwoch 9 bis 17 Uhr, Donnerstag 9 bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 15 Uhr.

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