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Hajo Zenker 20.03.2013 13:55 Uhr - Aktualisiert 01.04.2013 14:20 Uhr

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Livekritik findet über 500 Investoren

Neuenhagen bei Berlin (MOZ) Es funktioniert: Mittlerweile haben bereits über 500 Investoren Geld in die Firma Livekritik Gesellschaft für Kommunikation und Kultur mbH aus Neuenhagen bei Berlin (Märkisch-Oderland) gesteckt. Die sammelt seit Ende vergangenen Jahres mithilfe der Onlineplattform Companisto Beträge pro Anleger von fünf Euro bis 15 000 Euro ein - um mit dem Kulturportal livekritik.de über die Region Berlin-Brandenburg hinauszuwachsen - in die Großräume Hamburg, Köln, München.

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© MOZ/Gerd Markert

Diese Art von Investorensuche nennt sich Crowdinvesting: Eine Menge Menschen investiert zumeist kleinere Beträge in ein junges Unternehmen. Und die Neuenhagener dürfen für sich in Anspruch nehmen, besonders viele Internetfreunde überzeugt zu haben. Seit dem gestrigen Dienstag kann Livekritik für sich in Anspruch nehmen, das Startup mit den meisten Beteiligten über Crowdinvesting in Deutschland zu sein - "wahrscheinlich sogar in Europa", sagt zumindest Geschäftsführer Rod Georg Schmid. Den bisherigen Rekord bei der in der Bundesrepublik noch jungen Art der Geldbeschaffung für eine Geschäftsidee hielt das Startup "Better Taxi", das Ende 2012 auf 491 Beteiligungen kam. Companisto-Gründer David Rhotert freut sich denn auch, mit Livekritik "Crowdinvestinggeschichte in Deutschland zu schreiben".

Ob die Investoren das in einigen Jahren auch noch so positiv sehen, hängt am Firmenerfolg. Verbraucherschützer wie Annabel Oelmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, sehen Crowdinvesting als Investitionsentscheidung "aus Leidenschaft und Überzeugung" - mit der Möglichkeit des Totalverlustes. Die Anleger hoffen natürlich auf eine rasante Erfolgsgeschichte - und auf Rendite. Die es frühestens 2015 gibt.

Die gut 80 000 Euro, die für Livekritik nun zur Verfügung stehen, sind jedoch ein Stück von den maximal möglichen 100 000 Euro entfernt. Dass diese Summe in den verbleibenden zwei Tagen noch erreicht wird, scheint eher unwahrscheinlich. Obwohl Schmid meint, dass es "in den letzten Tagen noch eine ganz eigene Dynamik" geben könne. Und bisher ein Anteilseigner - aus Hamburg - tatsächlich 15 000 Euro am Stück schickt. Mit 50 000 Euro jedenfalls, sagt der Geschäftsführer, habe man im Vorfeld gerechnet. Und die nun eingesammelten 80 000 Euro seien bereits "eine Wahnsinnssumme, mit der man wirklich etwas bewegen kann".

Und was will die Firmengründung eigentlich bewegen? Das Portal bündelt Besprechungen über Aufführungen von Theater, Oper, Konzert, Kabarett. Damit der Nutzer weiß, was wo gespielt wird - und wie die bisherigen Besucher das Stück fanden. Dazu kann man dann für gut bewertete Veranstaltungen auch gleich Karten kaufen. Was mit Reisen, Gastronomie oder Technik geht, soll auch bei der Kultur funktionieren. Und daran glauben zumindest auch gut 500 Anleger.

www.livekritik.de

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