Das Nachrichtenportal für Brandenburg

Ermittlungen nach Bahnunglück bei Pillgram werden fortgesetzt

Polizei geht nicht von Suizid aus

Beate Bias / 01.04.2013, 19:20 Uhr
Pillgram (MOZ) Nach dem tödlichen Bahnunfall am Freitag ermittelt die Polizei weiter nach den Ursachen für das Unglück. Wie ein Sprecher am Montag bestätigte, handele es sich offenbar um einen tragischen Unfall. Anhaltspunkte für einen Selbstmord gebe es nicht. Die junge Frau sei am Bahnhof in Pillgram aus dem Zug gestiegen.

Eine Leserin der Märkischen Oderzeitung meldete am Sonntag in einem Kommentar zu dem Beitrag, dass das Opfer mit ihrer Tochter in Fürstenwalde (Oder-Spree) verabredet war. Nach ihren Angaben hatte das Mädchen aber den Halt in Fürstenwalde verpasst, weil es eingeschlafen sei. Das habe die junge Frau auch ihrer Freundin telefonisch mitgeteilt. Die Leserin schrieb weiter, dass sie zu 100 Prozent sagen könne, dass sich das Mädchen nicht selbst getötet hat. Sie habe ihrer Freundin vielmehr noch mitgeteilt, dass sie etwas später kommen werde. Sie wollte schnell auf der anderen Seite zurück nach Fürstenwalde laufen, heißt es in dem Kommentar der Leserin.

Die Polizei hatte von diesem Hergang bislang keine Kenntnisse. Zumindest teilte ein Sprecher am Montag mit, dass "wir keine Hinweise haben, warum sie sich zu Fuß im Gleisbereich aufhielt".

Der tödliche Bahnunfall hatte am Freitagvormittag die Strecke zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin zum Erliegen gebracht. Die Gleise in beide Richtungen mussten gesperrt werden. 15 Züge waren betroffen. Wegen des Feiertags hatte die Deutsche Bahn Probleme einen Schienenersatzverkehr für die Fahrgäste zu organisieren. Allein im ersten Zug waren es knapp 100 Passagiere. Wegen des Unglücks war die Strecke bis etwa 15 Uhr gesperrt. Auch anschließend gab es noch Verzögerungen auf der Strecke der RE-1-Linie.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Nadja 02.04.2013 - 11:49:27

Trauer

Ich war eine Freundin aus der Schule und kann das ganze noch nicht fassen. Ich würde so gerne meine Trauer mitteilen aber habe keinen Kontakt zu weiteren Freunden von ihr. Bittte Bitte, es würde mir sehr am Herzen liegen wenn sich die besagte Freundin bei mir melden könnte. Meine E-mail Adresse: nadjakunkel@web.de Ich wäre wirklich sehr dankbar.

.............. 01.04.2013 - 20:02:02

zukünftige Zeitungen:... Polizei geht nicht M E H R von...

Dieses tragische Unglück belegt - beispielhaft - die Zeitung der Zukunft mit einer Interaktion zw. Redakteur und Lesern vor Drucklegung...um solch gravierende Fehler in der gedruckten Ausgabe zu verhindern. Wer selbst Kinder hat, fühlt die zusätzliche Wirkung der 1. Fehlmeldung auf Familie und Freunde sicher ... Das die Polizei nix vom Gesamthergang wusste, überrascht das irgend jemand?

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG