Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Potsdam setzt Insektizid gegen Eichenprozessionsspinner ein

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Brandenburg immer weiter aus.
Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Brandenburg immer weiter aus. © Foto: dapd
dpa / 04.04.2013, 17:17 Uhr
Potsdam (dpa) Potsdam wird in diesem Jahr erstmals mit dem Insektizid "Dipel Es" gegen den Eichenprozessionsspinner vorgehen. In sechs besonders stark betroffenen Bereichen der Landeshauptstadt soll das Mittel mit Gebläsekanonen vom Boden aus in die Kronen der Eichen geblasen werden, teilte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Donnerstag mit. Daneben sollen Schädlingsnester auch weiter manuell abgesaugt werden. Knapp 100 000 Euro will Jakobs für diese Bekämpfungsmaßnahmen ausgeben.

Umweltschützer hingegen warnen jedoch vor dem Einsatz von "Dipel Es", da es noch keine umfassende EU-Zulassung gebe. Andere Bundesländer würden auf Alternativmittel zurückgreifen. Das von Brandenburg abgelehnte Dimillin sei laut Bundesamt für Risikobewertung nicht krebserregend - und für Menschen sogar nebenwirkungsärmer.

Laut Jakobs sei "Dipel Es" biologisch abbaubar und für Menschen, Säugetiere, Vögel und andere Tiere als den Eichenprozessionsspinner ungefährlich. Bei dem Insektizid handele es sich um ein selektives Fraßgift mit dem Wirkstoff "Bacillus thuringiensis", das auf die Eichenblätter appliziert wird und die Raupen somit über ihre Nahrung aufnehmen.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG