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Cornelia Link 08.04.2013 07:32 Uhr
Red. Fürstenwalde, fuerstenwalde-red@moz.de

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Mit Tempo 85 durch Reichenwalder 30er-Zone

Reichenwalde (MOZ) Nach Beschwerden von Anwohnern über zu schnelle Autofahrer in der Silberberger Straße und Kieferstraße in Reichenwalde hat das Amt Scharmützelsee dort Verkehrszählungen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden jüngst im Gemeinderat von Reichenwalde vorgestellt.

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Bauamtsleiterin Simone Tannhäuser berichtete, dass vom 7. bis 12. März ein Kasten in der Silberberger Straße aufgestellt worden war, um generell die Fahrzeuge zu zählen mitsamt Geschwindigkeiten. 286 Fahrzeuge wurden gezählt, was durchschnittlich einer Tages-Belastung von rund 40 Autos auf der Strecke entspricht, so Tannhäuser. Bei 198 Fahrzeugen war die Geschwindigkeit in Ordnung, fuhren nicht schneller als Tempo 30. "Hier gilt aber Tempo 40", tönte es aus dem Rat. Auch dabei lagen die Messungen noch im Limit - 67 Autos. Aber mit bis zu Tempo 50 waren 17 weitere Fahrzeuge, bis Tempo 60 zudem zwei Autos festgestellt worden. Fazit: Im Wesentlichen wird die Geschwindigkeit in der Silberberger Straße eingehalten, so die Bauamtsleiterin.

Anders verhält sich die Sachlage in der Kieferstraße. Hier gilt Tempo 30. Festgestellt wurden vom 25. bis 28. Februar insgesamt 549 Fahrzeuge, was 137 Autos pro Tag im Durchschnitt bedeutet. Bis Tempo 30 fuhren 17 Autos, bis Tempo 40 waren es 59. Allerdings wurden auch 178 Fahrzeuge bis Tempo 50, weitere 173 bis Tempo 60 sowie 86 bis Tempo 70 und sogar 36 Autos bis Tempo 85 festgestellt.

Dies kaum glauben wollend, fand laut Simone Tannhäuser vom 1. bis 3. März eine erneute Messung in der Kieferstraße statt. Hierbei zählte das Gerät 501 Autos (pro Tag: rund 125) und die Geschwindigkeiten gingen wieder ähnlich der ersten Messung nach oben. Gerademal 30 hielten sich an das 30er Limit, die meisten fuhren bis Tempo 50, 65 Raser sogar bis 70 und elf bis Tempo 85.

Aufgrund der Zahlen will sich das Amt nun an die Polizei wenden und um mehr Kontrollen bitten. "Das sind alarmierende Zahlen", fand auch Bürgermeister Heinz Döbler. "Durch die Raserei werden uns ja auch die Ränder auf der neu ausgebaute Strecke nach Marienhöhe kaputt gemacht."

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