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26.04.2013 17:48 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Ausschluss trifft Homosexuelle

Oranienburg (bu) Thomas Steins wird am 22. Juni bei der 35. Auflage des Christopher Street Day (CSD) in Berlin vermutlich auf dem Wagen der LSU, der Lesben und Schwulen in der Union, stehen und mitfeiern. Der eigene Wagen der CDU, auf dem er sich noch im vergangenen Jahr mit einigen christdemokratischen Kollegen während der schwul-lesbischen Parade amüsierte, ist nämlich von den CSD-Veranstalter ausgeladen worden.

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Setzt auf einen Meinungswechsel: Thomas Steins (CDU) vom Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union ist auf jeden Fall beim CSD dabei.

© MZV

Denen missfiel die Haltung der CDU zur Homo-Ehe. Denn auf dem Bundesparteitag im Dezember hatte die CDU die steuerliche Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften abgelehnt.

Eine zwar ärgerliche Sache für den Birkenwerderaner Thomas Steins, der im Oktober 2008 in Hohen Neuendorf seinen Lebensgefährten heirate, aber da sei momentan viel Bewegung drin. Übrigens genauso wie beim Parade-Ausschluss des CDU-Wagens. "Hier ist noch nicht das letzte Wort gesprochen", sagt der stellvertretende LSU-Bundesvorsitzende Steins. Was den Ausschluss angeht, "wird die Berliner CDU das Gespräch suchen" - mit den Veranstaltern. Und bei der Homo-Ehe wird demnächst das Urteil der Karlsruher Bundesverfassungsrichter zur Gleichstellung homosexueller Paare erwartet. Thomas Steins ist sich sicher: Sollte es jetzt zu einer Abstimmung wie im Dezember kommen, stünden die Zeichen deutlich für die steuerliche Gleichstellung. Die Debatte sei in den Tiefen der CDU-Verbände angekommen und verstanden worden, so Steins.

Beim angekündigten CSD-Ausschluss "schlagen zwei Herzen in meiner Brust", gesteht Steins. Einerseits könne er verstehen, dass den Veranstaltern "bei der CDU der Geduldsfaden gerissen ist, andererseits werden mit der Ausladung die Falschen getroffen und nicht die, die gesellschaftlich auf der Bremse stehen wie Katharina Reiche und Erika Steinbach mit ihrer homophoben Meinung."

Ausschließlich der beiden Hardliner Steinbach und Reiche attestiert Steins den CDU-Verbänden Berlin und Brandenburg eine deutliche "Offenheit gegenüber dem Thema Gleichstellung". So werde von ihnen auch der Arbeitskreis LSU anerkannt, andere Länder seien da zurückhaltender. Daher bedauert Steins den Beschluss der CSD-Veranstalter, weil quasi die ganze CDU von der Parade ausgeschlossen werde. Steins: "Das haben sie nicht verdient."

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld veranstaltet am 10. Mai um 18.30 Uhr in Berlin eine Podiumsdiskussion: "Wir müssen draußen bleiben! Sind Parteiausschlüsse von CSD-Paraden der richtige Weg?"

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