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Auf dem Flugplatz neues Museum mit Ausstellung über 100 Jahre Strausberger Fluggeschichte eröffnet

Nur fliegen ist schöner

Modelle: Von winzig klein in Vitrinen ausgestellt bis handlich groß unter der Decke hängend - vom ehemaligen Bürgermeister Jürgen Schmitz gestiftet - faszinierten die Flugzeuge die Besucher.
Modelle: Von winzig klein in Vitrinen ausgestellt bis handlich groß unter der Decke hängend - vom ehemaligen Bürgermeister Jürgen Schmitz gestiftet - faszinierten die Flugzeuge die Besucher. © Foto: MOZ Gerd Markert
Irina Voigt / 29.04.2013, 07:45 Uhr
Strausberg (MOZ) Die am Sonnabend tief hängenden Wolken brachten einige der Flugplatzbesucher um eines der erhofften Vergnügen. Die Kunstflüge der Weltmeisterin Kathi Suthau mussten einigen Platzrunden weichen. Dennoch gab es viel zu sehen und zu erfahren aus 100 Jahren Flugplatzgeschichte.

Es ist ein recht kleines Museum, in dem die 100-jährige Strausberger Geschichte des Flugplatzes erzählt wird. Aber die Mitglieder des Fördervereins haben jedes Fleckchen genutzt, haben die unterschiedlichsten Methoden angewandt, um so viel Wissenwertes wie möglich zeigen zu können. So brauchte der interessierte Besucher eine ganze Weile, um sich alles in Ruhe anzuschauen.

Von größtem Interesse waren die beiden neuen Vitrinen, in denen ausschließlich Modelle von Flugzeugen, die übers Jahrhundert in Strausberg starteten oder landeten, zu sehen waren - vom ersten Segelflieger bis zum Zeppelin. Gebaut hat die 60 Miniaturen allesamt Fördervereinsmitglied Eberhard Hänisch. Der führte auch moderierend durch den Tag. So entging keinem Gast die Stippvisite von Bundestagsmitglied Gregor Gysi (Linke) und anderen Prominenten.

"Es steckt viel Arbeit darin." "Die Ausstellung ist schön geworden." "Nur fliegen ist noch schöner." So war es immer wieder anerkennend zu vernehmen, als am Sonnabend das neue Museum auf dem Strausberger Flugplatz eröffnet wurde. Und die Besucher mussten es schließlich wissen. Fast alle - so schien es über die Mittagsstunden - hatten in irgendeiner Weise mit der Fluggeschichte in Strausberg und anderswo zu tun. Sie freuten sich, sich wieder einmal zu treffen, schwelgten dann in Erinnerungen und fachsimpelten vor fast jedem Ausstellungsstück.

Die Ehre, das blaue Band durchzuschneiden am Eingang, kam der Strausberger Bürgermeisterin Elke Stadeler und Oberstleutnant Ralf Leonhardt, seines Zeichens Leiter des Kulturhistorischen Museums in Berlin-Gatow, zu. Da bekam auch der Förderverein des Flugplatzes, der sich erst im November vergangenen Jahres gegründet hatte, das verdiente Lob aus berufenem Munde. Den Vorsitzenden Waldemar Schellin freuten das große Interesse und diese Anerkennung.

Aufmerksame Lauscher - darunter Gregor Gysi, der stellvertretende Landrat Lutz Amsel und die Bürgermeisterin - hatte dann Helmut Bukowski. Der Senior der Fliegerei in Strausberg ließ es sich nicht nehmen, die Eröffnungsführung selbst zu moderieren. Da erfuhren die sich drängenden Besucher vieles aus berufenem Munde und aus persönlichen Erinnerungen.

Denn Bukowski und Horst Kleest, so steht es gleich am Eingang zu lesen, gebühre das Lob als "Initiatoren der Sammlung und Richtunggeber für den Inhalt" eines Museums auf dem Strausberger Flugplatz.

Die nächste Sonderausstellung wird derweil schon vorbereitet. Im Sommer wird der erste Raumflug mit dem Kosmonauten Sigmund Jähn im Mittelpunkt einer Ausstellung stehen, kündigt Waldemar Schellin an.

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