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Schüler des Johanniter-Gymnasiums Wriezen erproben Demokratie durch eigene Stimmabgabe

Testlauf für die Bundestagswahl

Wahlberechtigung im XXL-Format: Die Zehntklässler aus dem Wriezener Johanniter-Gymnasium werden im September ihre Stimme bei der Bundestagswahl abgeben.
Wahlberechtigung im XXL-Format: Die Zehntklässler aus dem Wriezener Johanniter-Gymnasium werden im September ihre Stimme bei der Bundestagswahl abgeben. © Foto: Juniorwahl 2013
Christina Schmidt / 11.05.2013, 07:55 Uhr - Aktualisiert 13.05.2013, 14:39
Wriezen (MOZ) Wenn am 22. September die Bundestagswahl stattfindet, dann haben sie ihre Stimme bereits abgegeben: Die Schüler aus dem Johanniter-Gymnasium Wriezen. Auch wenn ihre Meinung offiziell noch keinen Einfluss auf das Ergebnis haben wird - ein Testlauf ist der Wahlgang allemal.

Die Juniorwahl wird vom Berliner Verein Kumulus veranstaltet. Sie wird bereits seit 1999 bundesweit zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführt. Eine Woche vor den Wahlterminen geben dabei die Schüler ihre Stimmen ab. Die Auswertung erfolgt wie im Original nach Schließung der Wahllokale. Schon jetzt hat sich das Gymnasium für Deutschlands größtes Schulprojekt angemeldet und als 1000. Schule in Deutschland eine Wahlbenachrichtigung im XXL-Format erhalten.

Ob SPD, CDU, FDP, Die Linke, die Grünen oder gar die Piraten - bevor das entscheidende Kreuz gesetzt wird, werden sich die Schüler intensiv mit dem Thema Wahlen und Demokratie, aber wohl auch mit den Wahlprogrammen der Parteien auseinandersetzen. Ziel der Juniorwahl ist das Üben und Erleben von demokratischen Prozessen, um Jugendliche auf ihre Teilnahme vorzubereiten. Für Politiklehrerin Annette Godefroid, die die Wriezener angemeldet hat, kommt das Projekt wie gerufen: Im Bezug auf die Politikverdrossenheit bei Jugendlichen hatten sich ihre Schüler beklagt, "dass man wenig Möglichkeiten hat, mitzumachen, weil hier in der Region auch wenig geboten wird und dass einfach mehr in die Schulen getragen werden muss."

Henriette Keil, Schülerin der 10. Klasse, ergänzt: "Politische Bildung kann als Fach sehr trocken wirken, und solche Projekte helfen, es lebendiger zu machen." Auch Peter Küster, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in Wriezen, findet es wichtig, die Wähler von morgen für demokratische Prozesse zu sensibilisieren, denn gerade viele Erstwähler "dürfen wählen, machen es aber einfach nicht."

Annette Godefroid ist sich sicher, dass es bei ihren Schülern anders sein wird: "Ich denke, mein nächster PB-Kurs wird hinterher über unsere Parteien gut Bescheid wissen und auch, wie eine Wahl funktioniert." Das frisch erworbene Wissen können die Schüler schon bald "in echt" gebrauchen: Bei der Landtagswahl 2014 in Brandenburg gilt das Wahlalter 16.

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