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Tim Foerster und David Schulz (Werkfeuerwehr) gewinnen Run & Bike in Neuzelle

Die Nummer Eins ganz vorn

Geschafft: die 100-Kilometer-Sieger Tim Foerster (links) und David Schulz am Ziel.
Geschafft: die 100-Kilometer-Sieger Tim Foerster (links) und David Schulz am Ziel. © Foto: Bernd Pflugh
Hagen Bernard / 12.05.2013, 19:33 Uhr
Neuzelle (MOZ) Mit 287 Paaren im Ziel hat der 12. Neuzeller Ausdauer-Wettbewerb Run & Bike am Sonnabend seine zweitgrößte Beteiligung erfahren. 33 Duos erreichten das Ziel am Klosterportal nach 100 Kilometern, 254 Paare waren es über 45 Kilometer.

Die Startnummer 1 hat David Schulz und Tim Foerster vom Eisenhüttenstädter Team Werkfeuerwehr Glück gebracht. Nach einem zweiten, zwei dritten, einem fünften und einem neunten Rang hat es für die beiden Triathlon-Spezialisten bei der sechsten Teilnahme endlich zum Sieg gereicht. Mit der Zeit von 6:42:03 Stunden bei optimaler Witterung hatten die beiden zwar ihre Bestmarke von 6:41 Stunden nicht unterbieten können, dennoch waren sie zufrieden. "David bekam bei Kilometer 25 Magenprobleme. Wahrscheinlich hat er die Salami in Kombination mit den Energie-Gels nicht vertragen. Er musste einige Male in die Büsche, das kostet viel Kraft", erklärt Tim Förster.

Dennoch gestalteten die Sieger ihren Wettbewerb äußerst souverän. Bereits am Start hatten sich die beiden Triathlon-Spezialisten an die Spitze gesetzt und waren die ersten drei Kilometer im 500-Meter-Rhythmus auf das Rad gewechselt. Dann sogar alle 300 Meter, die Tim Förster und David Schulz jeweils im Wechsel vom Rad zum Lauf absolvierten. "Das Tempo ist so höher, man erholt sich schneller vom Lauf", begründet Förster. "Jedes Jahr sind unsere Intervalle kürzer geworden. Angefangen haben wir vor fünf Jahren mit vier Kilometern, die vergangenen Jahre waren wir auf 1000 Meter runter."

Übrigens arbeiten die beiden nicht nur gemeinsam bei der Werkfeuerwehr, sondern haben seit fünf Jahren auch das selbe Hobby. Im Jahr 2008 hatten beide zum ersten Mal den Helene-Triathlon bestritten und gleich Feuer gefangen. In diesem Jahr wollen sie sich am 30. Juni an den Ironman in Klagenfurt heranwagen (3,8 km-180 km-42,2 km), um sich vielleicht in der Altersklasse M 30 für den Ironman in Hawaii zu qualifizieren. Ziel ist eine Zeit unter zehn Stunden. "Bis vor einem halben Jahr haben wir auch oft gemeinsam trainiert. Aber jetzt arbeiten wir in verschiedenen Schichten. Doch wir beide sind ehrgeizig und in allen Disziplinen etwa gleich gut. Für den Run & Bike mit seinem Wechsel von Radfahren und Laufen ist das optimal", erklärt David Schulz.

Schnell hatten sich die beiden Eisenhüttenstädter einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. In Groß Lindow waren es bereits zehn Minuten. Zwar mussten sie zwischen Kilometer 25 und 90 wegen Försters Magenproblemen regelmäßig das Tempo rausnehmen, doch von den Verfolgern war weithin nichts zu sehen. Als die hatten sich bald die Berliner Neulinge Marek Neumann und Henrik Lange herauskristallisiert. "Jemand hatte mir vom Run & Bike beim Eichwalder Silvesterlauf erzählt und ich fand das ganz interessant. Wir wollten einfach teilnehmen und schauen, was geht. Wir wussten, dass die Sieger sehr ehrgeizig sind. Die sind einfach zu stark für uns", sagt Henrik Lange. Bis zur Hälfte der Distanz lagen hinter den Berlinern drei Paare mit den späteren Drittplatzierten Frank Stein/Michael Bräsel noch in Reichweite, bevor auch die Zwillinge recht allein als Zweite dem Ziel zustrebten (7:07:04 h). Frank Stein aus Berlin und der Dresdener Michael Bräsel, der damit alle zwölf Auflagen bestritt, benötigten als Gesamtdritte 7:20:34 h. Als bestes Mixed-Duo platzierten sich als Gesamtsechste Antje Müller und Seamus Müller (7:38:00 h).

Die Strapazen nur wenig anzumerken waren Madeleine Timmermann und Manuela Fahlisch im Ziel. Beide firmierten als "Temposünder". Mit ihren 9:31:17 Stunden bewegten sich beide als Gesamt-25. zwar in der zweiten Hälfte des Feldes, doch dafür lagen sie in der Frauen-Wertung vorn. Nachdem sich das Duo aus Schöneiche und Petershagen-Eggersdorf im Vorjahr noch verlaufen hatte, waren beide glücklich, dieses Mal ohne Umweg das Ziel erreicht zu haben. "Im vergangenen Jahr hatten wir deswegen zehneinhalb Stunden benötigt. Nun hat alles geklappt. Das ist ein gut organisierter und sehr schöner Wettkampf mit den vielen Fackeln an der Strecke. Außerdem habe ich noch nie so viele Frösche auf einmal gesehen", schwärmt Manuela Fahlisch.

Von den Fröschen merkten die Starter über 45 Kilometer am Samstag-Vormittag nichts mehr. Dafür hatten sie bei trockener Witterung Temperaturen um die 18 Grad Celsius, so dass sehr gute Zeiten möglich waren. Auffällig bei der Kurzdistanz - die Mixed-Paare bestimmten das Niveau. Zwar lief das Cottbuser Männer-Duo Philipp Müller (Sieger 2011) und Marvin Wetzk munter vorneweg (2:33:22 h), doch dahinter lieferten sich Carolin Mattern/Thomas Gogolin (beide MSV Tripoint Frankfurt/2:41:11 h) sowie Doreen Kusche (Eisenhüttenstadt)/Wolfgang Herke (Fürstenwalde/2:43:33 h) und die Eisenhüttenstädter Beate und Felix Ledwig (2:45:04 h) ein packendes Rennen.

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