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Not macht manchmal einig

Andrè Bochow
Andrè Bochow © Foto: Heinz Köhler
André Bochow / 13.05.2013, 19:06 Uhr
(MOZ) Nein, die Uckermark ist kein Paradies. Auch wenn sich mancher das Paradies ein bisschen so vorstellen mag. Die Region ist arm. Arm an Menschen und noch ärmer an Arbeitsplätzen. Es hat auch hier nicht an Versuchen gefehlt, ihr mit Großprojekten und Autobahnanschlüssen wirtschaftliches Leben einzuhauchen. Auch in der Uckermark haben sich die Menschen wegen der Politik entzweit. Erinnert sei nur an die letzte Landratswahl.

Auch in diesem großflächigen Kreis kollidierten die Interessen der Landwirtschaft mit denen des Naturschutzes. Auch hier wollen Investoren große Schweinemastanlagen errichten. Und Windkrafträder vor der eigenen Tür finden auch nicht alle lustig.

Es ist aber die Erkenntnis gewachsen, dass es sich lohnt zusammenzuarbeiten, wenn es darum geht, aus dem, was da ist, etwas zu machen. Vor allem ist diese wunderbare Landschaft da, die Flora und Fauna Schutz bieten sollte, aber gleichzeitig von Menschen sanft genutzt werden kann. Es ist gar nicht so leicht, daraus ein tragfähiges touristisches Konzept zu entwickeln, das auch noch möglichst vielen Arbeit verschafft. In der Uckermark ist das gelungen, weil man das Trennende beiseite geschoben hat. Hut ab.

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Isenhagen 14.05.2013 - 06:06:28

gar nichts ist gelungen

Der Tourismus der Uckermark lebt von seiner Hauptattraktion, der Einsamkeit im Walde. Das aber schafft weder Arbeitsplätze noch irgenwelche zukunftsträchtigen Bedingungen. Es sichert lediglich dem irgendwo gut Verdienenden einen kleinen Besuch in einem Naturschutzgebiet mit einn paar Hotelbetten. Und da es einigen dieser irgendwo gut Verdienenden in dieser Waldeinsamkeit gut gefällt, leben überhaupt noch Menschen in Teilen dieser Region. Aber vom Wirken einer zukunftsträchtigen Politik ist nichts zu spüren. Fast kein Hotel, das nicht schon durch die Mühlen der Zwangsversteigerung gegangen ist. Millionen Fördermittel zum Fenster raus nur damit 40 Thermalarbeiter in Templin Berlinern Badewasser warm machen. Nee, für den den Problembürger der Uckermark, den arbeitslosen Landwirt, Tierzüchter oder sonstwie früher Beschäftigten ist nichts getan worden außer dass sie mit unsinnigen Weiterbildungen ein wenig schikaniert wurden. Die meisten von diesen Leuten lungern jetzt 20 Jahre und mehr hier rum oder sind längst weg.

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