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Seit 20 Jahren setzt sich der VAMV für Alleinerziehende ein

Schaute genau hin: Minister Günter Baaske ließ sich die Wanderausstellung über Alleinerziehende im Beruf von Christine Beu erklären.
Schaute genau hin: Minister Günter Baaske ließ sich die Wanderausstellung über Alleinerziehende im Beruf von Christine Beu erklären. © Foto: MZV
Philip Rißling / 19.05.2013, 15:27 Uhr
Brandenburg (MZV) Dass der Verein in diesen Wochen sein 20-jähriges Jubiläum feiert, fand Christine Beu eher zufällig heraus. Beim Stöbern in alten Akten wurde die Geschäftsführerin des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter, Landesverband Brandenburg e. V. (VAMV), darauf aufmerksam.

Ein guter Anlass, einmal zurückzublicken: 20 Jahre Verbandsarbeit, das bedeutet für Einzelkämpferin Beu vor allem, stets ein offenes Ohr für die Probleme der Menschen zu haben. Sie schmeißt den Laden, mit der Unterstützung einiger weniger ehrenamtlich Aktiver, ganz allein.

Wochentags ist die Geschäftsstelle des Vereins am Tschirchdamm 35 täglich ab 8 Uhr besetzt. Dann kommen Mütter und Väter vorbei, die Hilfestellung beim Ausfüllen behördlicher Anträge brauchen genauso wie Menschen, die einfach unter Gleichgesinnten ihre Sorgen und Nöte loswerden wollen. Genau darin sieht der Verein seine Aufgabe: Alleinerziehenden Hilfestellungen für die Bewältigung des Alltags mit Kind und Beruf - oder Jobsuche - zu geben. "Die Menschen sollen voneinander profitieren, ihre Erfahrungen einbringen und sich gegenseitig unterstützen".

Dayen Görlach, ehrenamtliches Vorstandsmitglied, sieht das ganz ähnlich: "Viele Menschen haben auch im Jahr 2013 immer noch das Gefühl, alleinerziehend zu sein sei ein Makel. Dem ist aber nicht so." Der VAMV möchte derlei Ängste gern nehmen: "Wir reichen allen Alleinerziehenden die Hand. Unsere Türen stehen jederzeit für neue Gesichter offen." Orientierung geben, Verständnis vermitteln - eine Losung, die in den vergangenen 20 Jahren schon vielen Havelstädtern entscheidend geholfen hat.

Der VAMV schmort jedoch nicht nur im eigenen Saft: Bei allen großen Veranstaltungen in der Stadt zeigen sich Christine Beu und ihre Mitstreiter, sind in den kommenden Wochen auch wieder am Kindertag mit einer Bastelstation am Heine-Ufer sowie beim Havelfest aktiv. "Dort fällt es vielen Eltern, ganz ohne Zwang und während die Kinder beschäftigt sind, erfahrungsgemäß leichter, ins Gespräch zu kommen."

Weiterhin war der Verein zwei Monate lang mit der Wanderausstellung "Kompetent, zuverlässig, engagiert im Beruf - Alleinerziehende in Brandenburg" unterwegs, präsentierte sich damit jüngst in Bad Belzig bei der Vergabe des Familienpreises.

Die Aktivitäten sollen zeigen: Wir sind da und bieten eine Anlaufstelle, gerade in der ersten Zeit nach einer Trennung. Wer sich mit dem VAMV in Verbindung setzen möchte, wählt die 03381/718945 oder besucht die Webseiten des Vereins auf facebook und www.vamv-brandenburg.de.

Leserforum

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Dr Renate Winter 12.06.2013 - 14:19:02

Wo ist Kommentar 28?

Zum Artikel werden" 28 Kommentare"angezeigt,es ist aber nicht möglich,diesen zu lesen.Wurde er gelöscht?

Papa 05.06.2013 - 16:13:22

Sehr gut

langsam und stetig ändert sich das Familienunrechtssystem zugunsten der Väter und ihrer Kinder. Das wird der nächste Schritt die Amazonen zurückzudrängen. Vielleicht sollte man all den Feministen im Land mal erklären, was Gleichberechtigung auch Gleichverpflichtung bedeutet.

Melrose Plant 05.06.2013 - 15:24:26

VAMV sobortiert neues Sorgerecht

Sollten hier an dieser Stelle noch irgendjemanden ernsthafte Zweifel an der wahre Intention des VAMV und seiner Vorsitzenden plagen, empfehle ich folgenden Link: http://www.focus.de/kultur/diverses/sorgerecht-verband-alleinerziehender-sabotiert-neues-sorgerecht-einschreiten-des-bundesfamilienministerium-gefordert_aid_1004818.html

Michael Baleanu 25.05.2013 - 14:49:31

Richtig, es geht um das Prinzip!

@OLIVER KASZIERSKI Ein unwilliger Vater alleine kann nicht das Unrecht, das allen Vätern wiederfährt begründen. Frau @Dayen Görlach begründet ihre Ablehnung des gemeinsamen Sorgerechts durch den alkoholkranken oder drogensüchtigen Ex-Partner. Ihr fällt dabei gar nicht auf, dass es genauso alkoholkranke oder drogensüchtige Ex-Ehemänner gibt, die das gemeinsame Sorgerecht aufgrund der gesetzlichen Regelung haben. Da wir Art. 6, V GG haben - "Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern." - muss mann ernsthaft an die Lesekompetenz derjenigen zweifeln, die den Vätern das gemeinsame Sorgerecht verwehren. Vermutlich müssen die Ausländer aus Strasburg den Jurist.I.nnen hierzulande erneut das GG ins Deutsche zurückübersetzen, bis sie ordentlich lesen und verstehen können.

Oliver Kaszierski 25.05.2013 - 10:31:52

Unmaßgeblich

Sicherlich wäre es schön auch die andere Seite zu hören, aber es ist schon auch so, dass es Väter gibt, die sich nicht um ihre Kinder kümmern können und/oder wollen. Man wird sie ebenso selten erreichen, wie ausgrenzende Mütter. Wie man jedoch den unwilligen Vater eines Kindes als Grundlage zur generellen Absage an möglichst viele wollende Väter hernehmen kann, verstehe ich beim besten Willen nicht.

Liebender Vater 24.05.2013 - 07:51:22

Ja , Frau Dayen

Ich als Vater , möchte ebenfalls über Ihr alleinerziehendes, selbst gewähltes Schicksal erfahren. Bitten Sie ihren vorherigen Lebensabschnittspartner hier mitzuteilen wie es wirklich war! Sagen Sie bloß, Sie haben den Vater ihrer beider Kinder gerichtlich belangt, um ihm den gleichberechtigten Umgang zu verordnen? Sie Frau Dayen wären ein Novum. Normalerweise gehen Mütter vor Gericht um die Kinder den Vätern, staatlich abgesegnet, wegzunehmen. Mein Sohn und ich persönlich erlebe es mit aller Härte, wenn die liebe Mama unseren Sohn abholt, löst schon ein Guten Tag meinerseits unglaubliche Aggressivität aus. Was kann bloß der Auslöser für derartiges Benehmen sein. Frauen kommen mit ihrem selbst verursachten Machtverlust nicht klar, weil ihnen der ´´gottgegebene Besitz´´ unserer Kinder genommen wurde? Wie gesagt unser Sohn ist mit der paritätischen Lebenslage sehr zufrieden. Mein Sohn sagte mir mal,daß in seiner Schulklasse Kinder gibt die haben nicht mal einen Vater. Er ist froh darüber auch mit seinem Vater zu leben. Das Wechselmodell ist das Ideal welches in Trennungsfamilien unbedingt angestrebt werden sollte. Warum? -weil es unseren Kindern besser geht.

Michael 24.05.2013 - 06:19:00

@Dayen

Wenn Sie Sich beschweren, dass Sie als Alleinerziehende nicht soviel Zeit hätten, wie die, die hier posten, dann mache ich Ihnen einen einfachen Vorschlag: Versuchen Sie die Väter der Kinder in die Erziehung der Kinder einzubeziehen. Erzählen Sie mir bitte nicht, dass Sie es versucht haben, sondern laden die Väter Ihrer Kinder hier ebenfalls zu posten. Wir möchten nämlich beide Seiten hören, bevor wir uns eine Meinung darüber erlauben könnten. Könnte es sein, dass die Väter Ihrer Kinder keine Zeit zum Posten haben, aufgrund ihrer "erhöhten Erwerbsobliegebheit"? Die manchmal 60h/Woche malochen bedeutet und ihm nur noch soviel Geld übrig lässt, dass er gerade nicht verhungert, aber keines, um sich ein PC und ein Internet-Anschluss erlauben kann.

Michael 24.05.2013 - 06:18:58

@Dayen

Wenn Sie Sich beschweren, dass Sie als Alleinerziehende nicht soviel Zeit hätten, wie die, die hier posten, dann mache ich Ihnen einen einfachen Vorschlag: Versuchen Sie die Väter der Kinder in die Erziehung der Kinder einzubeziehen. Erzählen Sie mir bitte nicht, dass Sie es versucht haben, sondern laden die Väter Ihrer Kinder hier ebenfalls zu posten. Wir möchten nämlich beide Seiten hören, bevor wir uns eine Meinung darüber erlauben könnten. Könnte es sein, dass die Väter Ihrer Kinder keine Zeit zum Posten haben, aufgrund ihrer "erhöhten Erwerbsobliegebheit"? Die manchmal 60h/Woche malochen bedeutet und ihm nur noch soviel Geld übrig lässt, dass er gerade nicht verhungert, aber keines, um sich ein PC und ein Internet-Anschluss erlauben kann.

Alleinerziehender 23.05.2013 - 22:53:58

PAPA-YA Das Magazin...

...für mehr Fairness im deutschen Familienrecht. Es war ein harter Kampf, es hat sich gelohnt, meine Kinder sind mir dankbar. Danke für den Tip, hätte ich vor 20 Jahren gebraucht. Hier eine Kurzinfo zum sehen. http://www.youtube.com/watch?v=gUrj1h6GCjE

Melrose Plant 23.05.2013 - 21:32:44

VAM(V)

Um die Diskussion hier mal ein wenig zu entzerren: Ich empfehle dringend die aktuelle Ausgabe des Elternmagazins "Papa-Ya" zu lesen. Der darin enthaltene Artikel über den VAMV wird viele "Unklarheiten" beseitigen.....

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