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"Neukölln ist nirgendwo"- Gegenentwurf zu Buschkowskys Bestseller

25.05.2013, 16:38 Uhr
Berlin (dpa/bb) Es gibt eine neue Gegenstimme zum Buch von Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD). Sein "Neukölln ist überall", eine schonungslose Abrechnung mit der Integrationspolitik, wurde zum Bestseller. Jetzt legt ein anderer Bewohner des Viertels den Gegenentwurf vor. "Neukölln ist nirgendwo" heißt das Buch des Journalisten Ramon Schack. Darin wirft der 41-Jährige dem Bezirksbürgermeister vor, eine schwarzmalerische "Analyse von gestern" geschrieben zu haben.

Neukölln sei sicherlich kein Sozialparadies, meint Schack. Aber der Bezirk sei viel mehr als ein Ghetto für Arbeitslose, Kriminelle und Islamisten, wie Buschkowsky ihn zeichne. Nämlich ein sehr bunter Stadtteil im stetigen Wandel: "Ich will die Vielschichtigkeit Neuköllns darstellen", sagt Schack.

Dafür befragte der Journalist zahlreiche Kiezbewohner - vom Hipster über osteuropäische Einwanderer bis hin zum versnobten Akademiker-Ehepaar. Erscheinen sollen Schacks "Nachrichten aus Buschkowskys Bezirk", so der Untertitel des Taschenbuchs, im Juni. Laut Verlag gibt es schon zahlreiche Vorbestellungen. Schack wurde in Kiel geboren und zog vor zehn Jahren nach Berlin. In Neukölln lebt er eigenen Angaben nach seit zweieinhalb Jahren.

Buschkowskys Buch sorgt immer wieder für Querelen. Schon häufiger mussten Lesungen abgebrochen werden, weil Demonstranten lautstark protestierten.

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zombie1969 26.05.2013 - 23:48:04

Gut

"In Neukölln lebt er eigenen Angaben nach seit zweieinhalb Jahren" Immerhin lebt dieser Autor dort, im Gegensatz zu anderen Schönschwätzern. Fragt sich allerdings wie lange noch.

Frank 26.05.2013 - 20:27:32

lächerlich

selbst wenn dpa und Zeitungen verzweifelt versuchen, dafür Werbung zu machen - Neukölln ist weitaus schlimmer dran, als der vorsichtige Buschkowsky es in seinem Buch schildert. Ein Fernsehmagazin berichtete Anfang Mai, dass etwa ein Drittel der männlichen erwachsenen Einwanderer Neuköllns zwei bis vier Ehefrauen haben, ab der Nummer zwei gelten diese als alleinerziehend und leben von Hartz.

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