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Mit Zufriedenheit zum Erfolg

Auf dem Weg durch das Institut: Qualitätsmanagerin Heike Seifarth mit der medizinisch-technischen Laborassistentin Ines Wilhelm in einem Raum des Instituts für Medizinische Diagnostik.
Auf dem Weg durch das Institut: Qualitätsmanagerin Heike Seifarth mit der medizinisch-technischen Laborassistentin Ines Wilhelm in einem Raum des Instituts für Medizinische Diagnostik. © Foto: FOTO Michael Benk
Frauke Adesiyan / 22.06.2013, 07:18 Uhr
Frankfurt (MOZ) Mit Heimarbeit, flexiblen Arbeitszeiten und einem Zuschuss für die Kinderbetreuung sorgt das Institut für Medizinische Diagnostik für familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Dafür wurde es ausgezeichnet.

Es ist eine für die heutige unstete Berufswelt ungewöhnliche Laufbahn, die Heike Seifarth hinter sich hat. Seit 22 Jahren arbeitet sie beim Institut für Medizinische Diagnostik Oderland. Gleich nach der Gründung hat sie als Laborassistentin angefangen. Nach Weiterbildungen und einem Studium ist sie heute Teil der vierköpfigen Institutsleitung - als einzige Frau und mit einer achtjährigen Tochter. "Meine Perspektive ist mit der Mutterrolle gewachsen", sagt die Qualitätsmanagerin.

Sie hat in dem Institut ein Auge darauf, dass die Arbeit mit dem Leben vereinbar bleibt. Dazu gehören neben vielem anderen Info-Pakete für werdende Müttern, eine flexible Einstiegsphase nach der Elternzeit, fest planbare Schichten, nach Möglichkeit Heimarbeit und ein Zuschuss für die Kinderbetreuung. Aber auch Mitarbeitern, die einen festen freien Abend für einen Tanzkurs brauchen, oder die sich um pflegende Angehörige kümmern, wird entgegengekommen. Für diese Unternehmenskultur bekam das Institut das Prädikat "ausgezeichnet familienfreundlich" von dem Familienbündnis verliehen.

Dabei sind es nicht solche Auszeichnungen - von denen viele in einer Glasvitrine im Flur des Instituts am Kleistpark stehen -, für die sich Heike Seifarth um eine angenehme Atmosphäre in dem Unternehmen bemüht. "Da gibt es nicht nur den ethischen Aspekt", stellt sie in ihrem großen hellen Büro klar. Es sei nicht selbstverständlich, dass sie "hier im Osten" erfolgreich seien. Erfolgreich heißt, dass etwa 100 Personen für das Institut arbeiten und dass ganz Ostbrandenburg mit Labordiagnostik versorgt wird. Dafür schicken Ärzte aus der Region ihre Proben nach Frankfurt, wo sie, so schnell es geht, ausgewertet werden. 4000 Aufträge kommen so am Tag zusammen.

"Das biologische Material ist nicht geduldig, es herrscht hoher Zeitdruck", erklärt Heike Seifarth einen der schwierigen Aspekte für die Mitarbeiter. Viele fangen erst mittags mit der Arbeit an, bleiben dann aber bis 21 oder 22 Uhr. "Nicht gerade familienfreundliche Zeiten", weiß die Qualitätsmanagerin. Umso mehr ein Argument, den Kollegen mit anderen Dingen entgegen zu kommen. "Die Mitarbeiter haben einen großen Anteil am Erfolg. Das können sie aber nur, wenn sie zufrieden sind", lautet die schlüssige Formel von Heike Seifarth. Im Ergebnis ist die Mitarbeiter-Fluktuation im Institut sehr gering.

Und auch Heike Seifarth selbst profitiert von der Familienfreundlichkeit. Für sie wurde die Leitungssitzung auf eine für eine Mutter annehmbare Zeit verschoben und nachmittags kann sie auch mal weg, um ihre Tochter zur Musikschule zu bringen.

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