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Hochschul-Studenten erforschen an konkreten Projekten neue Möglichkeiten zu kommunizieren und Klienten zu erschließen

Lückenloser Praxistest mit Präsentationen beendet

Greencard mit Rabatt: Verena Straub, Kristin Jäger, Sylvi Alm und Sascha Walz (v. l.) hoffen auf die Bereitschaft heimischer Betriebe zu Rabatten für Studentent
Greencard mit Rabatt: Verena Straub, Kristin Jäger, Sylvi Alm und Sascha Walz (v. l.) hoffen auf die Bereitschaft heimischer Betriebe zu Rabatten für Studentent © Foto: Andreas Karpe-Gora
Andrea Linne / 04.07.2013, 07:18 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Aufregung ist Thaddäus Welnicke anzumerken. Gemeinsam mit Volker Haerecke und Michelle Rothe hat er im Modul Kommunikationsmanagement untersucht, wie das Kloster Chorin besser an Reiseveranstalter herankommen könnte. Die Präsentation beendet die Semesterarbeit, nicht ohne kritisch bedacht zu werden. Dafür sorgen neben der Auftraggeberin, die Klosterverwaltung in persona Leiterin Franziska Siedler, Dozent Ulf Leusmann, aber auch die Mitstudenten am Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft.

Dass es tatsächlich Probleme damit gibt, neue Kunden für eine Reise ins alte Zistersienserkloster zu akquirieren, kann Siedler unumwunden einräumen. "Unser Sorgenkind sind die Reiseveranstalter", sagt sie.

Deshalb haben die Studenten zunächst eine Datensammlung mit 71 Anbietern erstellt, die auch aus Warschau und Stettin kommen. Denn sich dem polnischen Markt zu öffnen, so Volker Haerecke, sei als unausgeschöpfte Quelle erkannt worden. Außerdem hatte sich die Dreier-Gruppe für einen Flyer, der speziell an große Reiseanbieter gehen könnte, eingesetzt und einen Entwurf vorgelegt. Die Website zu verfeinern, sei ein weiterer Baustein der Konzeption. "Wichtige Anregungen", so empfand es Franziska Siedler, hätte sie erhalten. Was davon umgesetzt werden kann, müsse sie erst prüfen.

In einer weiteren Arbeit waren gleich vier Frauen und ein Mann der Greencard nachgegangen, die als Studentenausweis in der Eberswalder Hochschule ausgegeben wird. Hintergrund der Konzeption von Sylvi Alm, Kristin Jäger, Ronja Mocker, Verena Straub und Sascha Walz war es, ein Rabattsystem zu hinterlegen. Walz: "Es gibt zahlreiche Rabatte, die regionale Firmen schon einräumen." Diese nun dazu zu bewegen, dies konzentriert für Studenten der HNE unter dem Motto "Die Greencard wird grüner" zu tun und damit Studenten wie heimische Unternehmer anzusprechen, sei neu.

Die Auftraggeberin der Arbeit, Dortje Klatte, zuständig für die Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit an der HNE, fand die Anregungen gut. Allerdings sah sie noch Probleme in der Umsetzung. In Kooperationsverträgen mit den Unternehmen müsse konkret abgefragt werden, wer bei einem Rabattsystem, das es auch schon in anderer Form in Eberswalde gibt, für HNE-Studenten mitziehen wolle. Flyer, Aufkleber, sogar Einkaufsbeutel hatte sich die Gruppe ausgedacht, um das Projekt zu bewerben.

Dass die Studenten in Eberswalde gern einkaufen, belegte die Greencard-Gruppe mit einigen Zahlen. So sind 83 Prozent aller 1979 Studierenden in Eberswalde bereit, vor Ort auch einzukaufen. Spitzenreiter bei den interessanten Geschäften und Anbietern sind neben Bäcker Wiese, Globus-Bio, Altstadt-Döner, Movie Magic und baff. Aber auch Café Gustav und Krumme Gurke schneiden gut ab.

Den regionalen Konsum zu stärken und damit Produkte der Region zu nutzen, sei auch im Sinne der Nachhaltigkeit der Hochschule, so die Kommentare.

Morgen werden ab 9.30 Uhr in Haus 5, Hörsaal 208, in der Schicklerstraße weitere Abschluss-Arbeiten vorgestellt.

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