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Arbeiten am Schöneicher Kieferndamm gehen planmäßig voran / Aber Abschnitt zwei bereitet Probleme

Weiterer Ausbau ungeklärt

Saubere Arbeit: Silvio Brauer (vorn) und Herbert Richter von der Pflasterfirma Munder aus Blankensee bei Neustrelitz setzen die Borde am Kieferndamm.
Saubere Arbeit: Silvio Brauer (vorn) und Herbert Richter von der Pflasterfirma Munder aus Blankensee bei Neustrelitz setzen die Borde am Kieferndamm. © Foto: MOZ
Michael Gabel / 13.08.2013, 19:26 Uhr
Schöneiche (MOZ) Die Vorbereitungen für den weiteren Ausbau des Schöneicher Südrings stocken. Der Ortsplanungsausschuss sah sich außerstande, eine Variante für die Gestaltung des Kieferndamms zwischen Prager und Stockholmer Straße zu empfehlen. Ein schmaler Streifen würde über Berliner Gebiet führen.

Auf Teil eins des Bauabschnittes am Kieferdamm herrscht derzeit Hochbetrieb. Mehrere Firmen sind dabei, alles vorzubereiten, damit die Strecke zwischen Woltersdorfer Straße und Heideweg bald asphaltiert werden kann. Unter anderen werden die Borde für die kombinierten Geh- und Radwege gesetzt, die an beiden Seiten der Ausbaustrecke entlang geführt werden.

Doch gerade die Geh- und Radwege sind es, die Verwaltung und Ausschüssen bei der Planung des nächsten Bauabschnitts zwischen Prager und Stockholmer Sorgen bereiten. Denn beidseitige kombinierte Geh- und Radwege wie im Abschnitt eins wird es bei der Fortsetzung des Ausbaus Richtung Westen nicht geben können. Der Grund ist simpel: Bauabschnitt zwei führt zum Teil über Berliner Gebiet. Und die dortigen Behörden haben deutlich gemacht, dass sie nur einen möglichst schmalen Streifen für den Straßenneubau hergeben wollen.

Heute trifft Bürgermeister Heinrich Jüttner mit Berliner Behördenmitarbeitern zusammen, um eine Einigung herbeizuführen. Im Vorfeld beriet der Ortsplanungsausschuss bei seiner Sitzung am Montagabend darüber, wie eine gegenüber den ursprünglichen Planungen abgespeckte Version aussehen könnte. Eine Breite von 18, 19 Metern werde von Berlin nicht akzeptiert, sagte Planer Alf Kalanke dem Ausschuss. Es laufe wohl auf 15 Meter hinaus. Davon ausgehend stellte Kalanke dem Ausschuss mehrere Varianten vor. Allen gemeinsam ist eine reine Straßenbreite von sechs Metern; sie ist nötig, weil auf der Strecke auch ein Linienbus verkehrt. Aber wo entlang sollen Fuß- und Gehweg führen? Die Variante, auf der Asphaltstraße einfach zwei Radfahrbereiche zu markieren, fand wenig Anklang. "Zu gefährlich für Schüler", sagte unter anderem der Ausschussvorsitzende Hans-Joachim Hutfilz (SPD). Er sei sicher, sagte er, dass das Land Berlin noch einlenken werde. Wenn nicht, dann favorisiere er die Lösung, die Bäume auf der Seite der Wohnhäuser fällen zu lassen, so dass zwei separate Fahrradwege gebaut werden könnten. Gegen die Fällung der Bäume sprach sich allerdings Bauamtsleiterin Petra Jeschke aus. "Die schönen Lindenbäume sollte man nicht abholzen", sagte sie. Geprüft werden soll nun die Variante, entlang den Wohnhäusern wie in Bauabschnitt eins einen kombinierten Geh- und Radweg zu führen. Daneben verliefe die Straße, die zum Wald hin an einen weiteren, eigenständigen Radweg grenzen würde. Die Entwässerungsprobleme, die sich dort aus einem befestigten Radweg ergeben würden, wären laut Planer Kalanke aller Wahrscheinlichkeit nach in den Griff zu bekommen.

Doch nun warten erst mal alle gespannt auf die Ansagen aus Berlin. "Vorher Entscheidungen treffen zu wollen, ist für mich wie Schattenboxen", sagte der Sachkundige Einwohner Karl-Heinz Körber.

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