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Fünfköpfige Jury bestimmt beste Naturparkprodukte - Ergebnis erst am 31. August verkündet

Honigtester bei der Arbeit

Intensive Bewertung: Holger Ackermann, Peter Gärtner und Norbert Hagen (v.l.) vergaben am Freitag in der Naturparkverwaltung in Wandlitz Punkte für Konsistenz, Geschmack und Geruch. Das war die zweite Prämierung für den Naturparkhonig, aber noch ist das E
Intensive Bewertung: Holger Ackermann, Peter Gärtner und Norbert Hagen (v.l.) vergaben am Freitag in der Naturparkverwaltung in Wandlitz Punkte für Konsistenz, Geschmack und Geruch. Das war die zweite Prämierung für den Naturparkhonig, aber noch ist das E © Foto: Steffi Bey
Steffi Bey / 23.08.2013, 19:26 Uhr
Wandlitz (MOZ) Wer macht den besten Naturparkhonig? Diese Frage stand am Freitag bei einer ganz speziellen Verkostung im Mittelpunkt. 27 Imker reichten ihre Produkte zur Honigprämierung ein. Das Ergebnis wird aber erst am 31. August beim Naturparkfest in Hobrechtsfelde bekannt gegeben.

Glas aufdrehen, den Inhalt mit einem tiefen Luftzug einsaugen, den Plastiklöffel kurz eintauchen und genießen. Am besten mit geschlossenen Augen. Holger Ackermann vom Landesverband der Brandenburger Imker lässt sich jedenfalls Zeit für seine persönliche Honiganalyse. Manchmal trinkt er auch erst noch einen Schluck Wasser, um den unverfälschten Geschmack zu spüren.

Ackermann gehört zur fünfköpfigen Verkoster-Jury, die sich in der Naturparkverwaltung an der Wandlitzer Breitscheidstraße trifft, und ist der auffälligste Teilnehmer. Er trägt eine Festtagstracht, wie sie von Imkern im 12./13. Jahrhundert übergezogen wurden. Neben ihm sitzt Peter Gärtner, der Leiter des Naturparks Barnim. "Ich finde es toll, dass wir das Thema Honig in die Öffentlichkeit rücken", betont er. Deshalb unterstützt er auch das Projekt.

Die Idee, die drei besten Naturparkhonige zu küren, stammt von Ulf Winkler. Seit 2010 hat er selbst Bienenvölker und produziert das schmackhafte Naturprodukt. "Ich möchte dem Honig aus unserer Region eine Lobby geben", betont er. Schließlich importiere Deutschland derzeit immerhin 85 Prozent dieses süßen Produktes. "Wer stattdessen aus der Region kauft, kann sicher sein, dass dort nichts Ungesundes drin ist", betont Winkler.

Schon zum zweiten Mal organisiert er nun die Honigprämierung. Nahmen 2012 gerade einmal zwölf Imker daran teil, sind es in diesem Jahr bereits 27. Doch die Jury, zu der unter anderem Norbert Hagen, Bürgermeister von Birkenwerder sowie Ellen Küchemeister von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gehören, müssen ihre Nasen nur in 14 Gläser stecken. Einar Etzold vom Länderinstitut für Bienenkunde führte vor dem Entscheid eine chemische und physikalische Analyse durch. "Die Proben, die zu viel Wasser oder Saccharose enthielten, wurden nicht zugelassen", erklärt der Experte. Zudem stellte er "die botanische Herkunft" des Honigs fest. In einem Protokoll ist ersichtlich, was beispielsweise für Geschmacksrichtungen in einem scheinbar normalen Rapshonig sein können: Erdbeere, Eibe, Kiefer.

Begonnen haben die Jurymitglieder die Verkostung mit leichten Sorten wie Robinie und Raps. Erst danach kamen die geschmacks- und farbintensiveren wie Linde, Korn- und Sonnenblume. "Es wird immer besser", erklärt Peter Gärtner nach der sechsten Probe und verteilt Punkte für Konsistenz, Geruch und Geschmack. Auch Holger Ackermann ist begeistert sagt: "Das macht Spaß im Mund."

"Naturparkhonig ist eine Regionalmarke", erklärt dann Ulf Winkler. Und betont, dass die Bienenvölker dieser Imker sich verteilt im riesigen Naturpark Barnim aufhalten. Zu erkennen ist die Marke am schwarz-gelben Logo.Der Preis für die diesjährigen Sieger ist mit insgesamt 500 Euro dotiert.

Weitere Informationen unter: www.naturparkhonig.de

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