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Wissbegierige Japaner in Wiesenburg

Laura Blecken / 31.08.2013, 13:24 Uhr
Wiesenburg (MZV) 13 junge Japaner und Deutsche tauschten sich am Donnerstag mit Bürgermeisterin Barbara Klembt über Projekte zur Dorferneuerung aus. Die Gruppe ist mit dem „Hallo Deutschland“-Programm der Deutsch-Japanischen Jugendgesellschaft e.V. nach Deutschland gekommen und informiert sich in verschiedenen Städten über Maßnahmen gegen Landflucht, die auch in Japan ein Problem ist. Vor dem Gespräch mit der Bürgermeisterin schauten sich die Besucher auch das Projekt „Bahnhof am Park Wiesenburg“ an, das ihnen Dorothee Bornath, Vorstands- und Gründungsmitglied der Genossenschaft, vorstellte.

Schon die Ankunft am Bahnhof war abenteuerlich. Die Zugtüren öffneten nicht und obwohl Dorothee Bornath schon vom Bahnsteig winkte, musste die Gruppe weiterfahren bis zum nächsten Bahnhof. Glücklicherweise kam gleich der Zug in Gegenrichtung. Am Bahnhof am Park waren alle Teilnehmer beeindruckt davon, wie belebt das Bahnhofsgebäude ist. „Man hat sich sehr willkommen gefühlt, das war eine warme Atmosphäre“, empfand Antonia Schaffrodt (21) aus Frankfurt am Main. „Das Café ist echt schön und sehr praktisch, vor allem, weil der Zug am Bahnhof nur jede Stunde fährt“, so Makoto Ogawa, aus Chiba in Japan, 21 Jahre. „Mich hat vor allem die Geschichte der Genossenschaft beeindruckt. Dass man auch mit privatem Engagement so viel erreichen kann“, sagte Mari Takahashi, 27 Jahre aus Aichi.

Danach haben sich die Teilnehmer mit Bürgermeistern Barbara Klembt getroffen, die ihnen den Ort und das Schloss zeigte. „Ich fand das Schloss Wiesenburg wunderschön. Ich hätte nicht erwartet, dass in einer so dörflichen Gegend plötzlich ein Schloss steht. Ich bin sehr dankbar, dass wir reingehen durften“, so Nobuyuki Nomura, Akita, 25.

„Obwohl die Einwohnerzahl so gering ist, gibt es eine Bibliothek und einen Park, der schön ist für Kinder. Die sahen sehr fröhlich aus“, sagte Shotaro Tsumagari, Kochi, 21. „Obwohl es ein kleines Dorf ist, sieht es so aus, als ob man da gut wohnen kann“, meinte Yuka Yoh, 21 aus Shinjuku, dem Zentrum von Tokio. Normalerweise könnte sie sich ein Leben auf dem Dorf nicht vorstellen, aber bei Wiesenburg macht sie eine Ausnahme: „Vor allem die Bibliothek war wunderschön!“

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