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Olav Schröder 05.09.2013 22:01 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Kanonenschuss für friedliche Nutzung

Werneuchen (MOZ) Vom Flugplatz in Werneuchen ist bislang eine Fläche von insgesamt rund 144 Hektar verkauft worden. Etwa 160 Hektar befinden sich noch im Bestand. Diese Zahlen nannte die Brandenburgische Boden Gesellschaft (BBG) in einer Veranstaltung im Rahmen des Konversionssommers.

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Salut zur Eröffnung: Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov (2.v.r.) eröffnet die Konversionsveranstaltung in Werneuchen mit einem Schuss aus der Kanone der Korporativen Schützengilde von 1848.

© MOZ/Sergej Scheibe

Aus ehemaligen Kasernen wurden Wohnungen, aus einem Hangar eine Sporteinrichtung, rekapitulierte Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov (Linke) Schwerpunkte der Entwicklung des Flugplatzgeländes in den zurückliegenden Jahren und ergänzte: Wenn dann noch der Betrieb von Sportflugzeugen und eine Fotovoltaikanlage hinzukommen, "dann ist das genau das, was wir brauchen".

Das Land Brandenburg hat 1994 rund 100000 Hektar sogenannter WGT-Flächen (Westgruppe der GUS-Truppen) übernommen. Mit dem Flugplatz gehört Werneuchen wiederum zu den Standorten um Berlin mit ausgesprochen großen Konversionsflächen. Die BBG übernimmt die Vermarktung dieser Flächen. Bei mehr als 93 Prozent ist dies bisher gelungen. Bei den übrigen Flächen werde dies allerdings immer schwieriger, so Markov. Werneuchen habe jedoch einen richtigen Weg für den Flugplatz eingeschlagen und unterschiedliche Investoren einbezogen.

Im Rahmen des nunmehr schon traditionellen Konversionssommers werden zahlreiche Standorte vorgestellt - nicht nur, um eine Zwischenbilanz zu ziehen, sondern auch, um weitere Nutzungsmöglichkeiten auszuloten. Informiert wird dabei über Nutzungsmöglichkeiten, die Verkehrs- und Medienerschließung und den Planungsstand.

Auch bei der Vermarktung von Konversionsflächen spielt die Eigentumssituation eine wichtige Rolle. So musste die Flugbetriebsgesellschaft, die heute die Start- und Landebahn für den zivilen Flugsport nutzt, mit mehreren Grundstückseigentümer verhandeln. Die Altlastensanierung war insbesondere bei den beiden Tanklagern, die es auf dem Flugplatz gab, wichtig. Auch für das nördliche Lager ist die Sanierung nach Auskunft von Andreas Isenberg, der zusammen mit Martina Freygang bei der BBG für den Rückbau und den Altlastenbereich zustänidg ist.

Für die beiden neuen Gewerbegebiete im nördlichen Bereich des Flugplatzes bestehen die Bebauungspläne "Shelter-Nord" und "Alte Hirschfelder Straße" mit insgesamt mehr als zehn Hektar. Dort besteht eine neue Zufahrt.

Von den Hangars im südlichen eingeschränkten Gewerbegebiet werden einzelne wieder rege genutzt. Gemeinsam mit dem Sportverein Rot-Weiß Werneuchen hat die Stadt dort ein Sport- und Freizeitzentrum entwickelt. Ein Hangar wird gewerblich genutzt. Weiter östlich hat die Korporative Schützengilde von Werneuchen die ehemalige Schießanlage modernisiert und baut sie aus.

Den südlichen Abschluss des Areals bildet die Rosenparksiedlung. Denkmalgeschützte Kasernen wurden zu Wohnungen umgebaut, ein Gebäude 1998 als Grundschule eröffnet. Ein Investor entwickelte eine neue Wohnsiedlung. Und schließlich runden eine Fotovoltaikanlage auf gut 40 Hektar und ein Wildgehege das breite Nutzungsspektrum ab.

Wo einst Jagdflieger für den Zweiten Weltkrieg ausgebildet wurden, werden jetzt Grundschüler unterrichtet, freute sich Werneuchens Vize-Bürgermeisterin Astrid Fährmann über die Entwicklung des Areals. Sechs von 14 ehemaligen Kasernengebäuden wurden bislang saniert. Es wäre begrüßenswert, so Astrid Fährmann, wenn für die Sanierung der restlichen Gebäude der Denkmalschutz gelockert werden könne.

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