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CDU-Mann Marwitz gewinnt im Wahlkreis 59

Hans Georg von der Marwitz
Hans Georg von der Marwitz © Foto: Sören Tetzlaff
Christian Heinig / 23.09.2013, 08:36 Uhr - Aktualisiert 23.09.2013, 09:03
Seelow (MOZ) Die Entscheidung ist gefallen: Hans-Georg von der Marwitz (CDU) hat im Wahlkreis 59 Märkisch-Oderland/Barnim II das Direktmandat geholt. Er konnte 34,0 Prozent der Erstimmen der Wähler auf sich vereinen. Den Kürzeren zog Dagmar Enkelmann von den Linken. Sie kam auf 32,9 Prozent. Beide hatten sich bis tief in die Wahlnacht ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Deutlich hinter beiden lag Olaf Mangold von der SPD mit 20,3 Prozent.

Bei den Zweitstimmen lag die CDU mit 32,2 Prozent sehr deutlich vor den Linken mit 26,3 Prozent. Die SPD kam auf 21,8 Prozent, gefolgt von der AfD mit 6,4 Prozent, den Grünen (4,2), der NPD (2,5), den Piraten (2,3) und der FDP (2,2).

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Frank 24.09.2013 - 13:14:35

gegen den Mainstream

Herr von der Marwitz hat (auch aus Eigenbetroffenheit) sich gegen Vorhaben des Lande Brandenburg quer gestellt - als Eigentümer sein gutes Recht, denn Kommunismus haben wir hier noch nicht. Dass es bei der Oder-Lausitz-Trasse nicht mit rechten Dingen zuging, haben die Betroffenen lange Zeit nur wegen der obskuren Vorgehensweise der Landesbehörden irgendwie geahnt. Als dann die Staatsanwaltschaft Neuruppin im Frankfurter Landesbetrieb für Straßenwesen einmarschierte und die vorhandenen Akten sichtete, wurde das ganze Ausmaß sichtbar und auch öffentlich publik. Herr L. und Herr S. vom Frankfurter LSW sowie die Firmen O. und B. waren dann ziemlich schnell entlarvt und sind Geschichte. Seien Sie versichert, dass bei erneutem Aufflammen des Projektes bis hin zum Bundesrechnungshof wieder alle Register gezogen werden, als uneinsichtiger Eigentümer nehme ich mir das Recht ganz einfach heraus. Herr von der Marwitz verletzte auch den Konsens der CCS-Bejubler, vielleicht auch aus Angst um sich und die eigene Familie. Soviel Egoismus macht ihn eigentlich sympathisch. Dagegengestellt sei die Landtagsabgeordnete, die anstatt im absaufenden Oderbruch-Wahlkreis lieber im sicheren Seelow wohnen möchte.

Elisabeth Kreling 24.09.2013 - 12:23:05

@Frank:

Herr v. d. Marwitz hat ausdrücklich nicht gegen die Oder-Lausitz-Trasse als solche geklagt, sondern nur gegen die sogenannte Interimslösung bei Friedersdorf. Wie Sie zutreffend anmerken, soll die Trasse vom Aalkasten aus an den Orten Libbenichen und Dolgelin vorbei eines Tages mal den Anschluß an die bereits geschaffene Seelower Ortsumgehung finden. Die "Kurzschluß-Streckenführung" von der Brücke zwischen Seelow und der Krochenheide (Richtung Lietzen) sollte und soll ermöglichen, die Seelower Nord-Süd-Umfahrung bereits auch in den Jahren nutzen zu können, wo der Bauabschnitt ab Aalkasten bis zu der besagten Brücke nicht fertiggestellt ist. Gegenwärtig ist offen, ob und wann dieser Streckenabschnitt ggf. gebaut wird, aufgegeben ist das Projekt definitiv noch nicht, zur Zeit werden verschiedene Änderungen gegenüber der ursprünglich vorgeshenen Trassenführung - auch im Bereich des Aalkastens - geplant, da es inzwischen veränderte Vorschriften für solche Neubauvorhaben gibt, z. B. bei den Kurvenradien. Die Frage war seinerzeit, ob es sinnvoll sein kann, die bereits erbaute Seelower Ortsumgehung in Richtung Frankfurt (Oder) auf womöglich Jahrzehnte mitten auf einem Feld enden zu lassen, nur weil sich der Landeigentümer quer legt und anderthalb Kilometer Strecke nicht dulden will. Zu dieser Zeit war eine Mautumfahrung noch überhaupt kein Thema, da es damals noch gar kein Mautsystem an der BAB 12 gab. Derlei Aspekte scheiden folgich bei der damaligen Klage des Herrn v. d. Marwitz aus und waren im Verfahren auch nicht geltend gemacht worden. Letztlich galt es zu bedenken, daß in der Ortslage Seelow ein Neubau der Wasser- und Abwasserleitungen unter der einstigen B 167 dringlich anstand, jedoch ohne die letztlich doch gebaute Interimslösung bei Friedersdorf wegen dann sehr weiträumiger Umleitungen nicht umsetzbar war. Die Stadtentwicklung in Seelow stand und fiel mit der Interimslösung, es waren das Einzelinteresse des Herrn v. d. Marwitz und das Interesse der Allgemeinheit gegeneinander abzuwägen. Dabei unterlag das Interesse der Einzelperson sowohl bei der verwaltungsrechtlichen Prüfung, als auch bei der gerichtlichen.

Frank 24.09.2013 - 11:53:19

ELISABETH KRELING

eine erfolgreiche Klage gegen die Oder-Lausitz-Trasse hätte das unselige Mautvermeidungs-Projekt gestoppt. Die Natur würde es danken, genauso wie am Aalkasten, wo dem Projekt ebenfalls ein Riegel vorgeschoben wurde. Nutznießer waren neben LKW-Speditionen noch Planungsbüros, wichtigtuerische Angestellte des Landesbetriebes Straßenwesen oder begünstigte Baufirmen. Irgendwo in diesem Dunstkreis scheinen sie auch angesiedelt zu sein, das erklärt dann auch Ihren merkwürdigen Kommentar.

Vertingas 24.09.2013 - 11:42:34

....

Wie krank ist das denn Herr von der Marwitz mit Hitler zu vergleichen? Da haben einige nicht in Geschichte aufgepasst. Und eine einzelne Person kann nicht alles stämmen, wenn die Partei und andere Parteien nein sagen, dann muss man es so hinnehmen.

Wolfgang Stroschen 24.09.2013 - 11:27:28

@Buchhalter:

Diese von Ihnen beklagten ESM-Verträge, die schon mit den Maastricht-Verträgen zur Euro-Einführung nicht im Einklang stehen, wurden von einer Mehrheit der Abgeordneten des Deutschen Bundestages per Abstimmung genehmigt. Zu den Abgeordneten, die mit Ja gestimmt haben, und zwar jedes Mal, gehört der hier zur Rede stehende von der Marwitz. Er sollte die Armut hier im Osten doch sehen, auch das Sterben einer Region durch den Exodus an jungen Menschen, die zu Geld und Arbeit wegziehen, daß er sich für eine Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West einsetzt, habe ich noch nie gehört. Für eine Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen fremden Ländern indes, von denen die einen per Agenda 2010 und Hartz IV die Gürtel enger schnallen mußten, während gewisse Südländer keine Skrupel kannten, für seit Jahrzehnten tote Angehörige noch deren Renten anzuzocken oder Entschädigungen wegen Blindheit zu kassieren, obwohl sie sogar Auto fahren konnten, da gibt Herr von der Marwitz bei Abstimmungen zu neuen Rettungspaketen gern grünes Licht für die nächsten paar hundert Milliarden. Man könnte meinen, sein Wahlkreis läge in Griechenland.

Thorald Munsoldt 24.09.2013 - 09:52:27

Geschmacklosigkeiten

Wenn hier inhaltlich falsche Darstellungen erfolgen (z.B. die falsche Behauptung, Marwitz trete für industriielle Großlandwirtschaft oder für die Deutsche Bank ein), ist das ja das eine. Aber die Nazi-Vergleiche sind absolut geschmacklos und eine bodenlose Frechheit gegenüber Herrn von der Marwitz. Die früheren Siege von Frau Enkelmann hat jeder akzeptieren können. Dass es mal anders läuft, ist eben so in der Demokratie. Es ist sehr traurig, dass hier offenbar Linke und SPD versuchen, bei den Kommentaren ihren Frust auf die Wähler und auf den nun wirklich authentischen Herrn von der Marwitz abzulassen.

lupo 24.09.2013 - 09:35:39

Am Kern der Sache vorbei

Der Aufschrei und die verunglimpfenden Kommentare zur Wahl von Marwitz, gehen am Kern der Sache vorbei. Offensichtlich versuchen hier SPD und Linke Wählerschelte zu betreiben. Dabei wollen sie offenbar nicht gelten lassen, dass sie mit ihrer Politik in der Region die Schuld und die Verantwortung für dieses Wahlergebnis tragen. Für die Unfähigkeit zu dieser Erkenntnis haben die Wähler ihnen zu Recht die rote Karte gezeigt.

Buchhalter 24.09.2013 - 00:29:46

Oh Manschnower Dorfschulze, nicht schon wieder diesen ständigen Einsatz von Trigger,

(einem Schlüsselreizwort aus der Psychologiesprache, der einen Flashback auslöst) wenn einem die vernünftigen Argumente ausgehen. Dass ein Adam Schickelgruber die Obersalzberge und ein Herr v. Marwitz die Allgäuer Berge liebte, hat doch allenfalls etwas mit Natur- und Heimatliebe zu tun. Bodenständigkeit ist m. E. doch recht lobenswert. Ich könnte Ihne das auch seitenlang begründen, erklären mit Ihnen diskutieren - doch nicht auf dieser schnellebigen Plattform. Ich lasse mir aber keine verantwortungslose flache Multikulti-Nomadenwirtschafts-Ideologie mit Raubbau an Natur und Bodenschätzen einreden, nur weil sie aktuell in ideologischer Mode ist. Unerträglich genug ist mir, dass wir, das deutsche Volk, nicht nur durch die Unterzeichnung der ESM-Verträge seitens unserer un-demokratischen Bundestagsabgeordneten einer EU-Diktatur mit Ab- und Aufgabe unserer Finanzhoheit, zum Opfer gefallen sind, sondern u. a. auch mit oktroyierten Zwangs-Personalausweisen leben müssen, die uns mit ihren verschlungenen, kleinen braunen Swastika-Kreuzen (unterhalb der Personenkennziffer) wie ein biblisches Kains-Mal bis in alle Ewigkeit brandmarken sollen. Wer ist denn eigentlich dafür verantwortlich - kann mir das einer mal verraten ??? !

Insider 23.09.2013 - 23:42:23

Kann nicht sein

@Schulz Manschnow: Hitler hat sich auf dem Berghof (Obersalzberg bei Berchtesgaden) ablichten lassen, v. d. Marwitz im Allgäu, also nicht die gleiche Bergkulisse. :p

Schulz, Manschnow 23.09.2013 - 23:29:38

die ganze Offenheit

Die Texte sind hier sehr interessant. Da fällt mir noch Eins zu dem neuen Bundestagsabgeordneten von der neuen alten Heimat Friederdorf ein. Es ist noch gar nicht all zu lange her, da machte Herr Marwitz Parteiwerbung auf einem Flyer in jedem Postkasten seines "neuen" Heimatwahlkreises. Die ganze Familie von der Marwitz war darauf abgebildet. Im Hintergrund war die gleiche Bergkulisse zu erkennen, wie sich bereits Herr Hitler mit seiner besseren Hälfte vor 1945 ablichten ließ. Was dem Friedersdorfer da geritten hat, solch eine Aufnahme für einen Wahlflyer zu verwenden, weiß er nur selbst zu beantworten

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