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Eine Aussage mit Gewicht

Das Umweltministerium lehnt die Windkraftprojekte in Perwenitz und Paaren ab.
Das Umweltministerium lehnt die Windkraftprojekte in Perwenitz und Paaren ab. © Foto: MZV/Rachner
Patrik Rachner / 13.10.2013, 00:01 Uhr
Perwenitz/Paaren (MZV) Die Schönwalder Bürgerinitiative "Keine Windindustrieanlagen im Landschaftsschutzgebiet" kann wohl erneut einen Erfolg für sich reklamieren. Nachdem das in Niedersachsen ansässige Unternehmen mdp GmbH & CO.KG beim Landesumweltamt im Juni dieses Jahres einen Antrag zum Bau von zwölf Windkraftanlagen in den Schönwalder Ortsteilen Paaren und Perwenitz gestellt hatte, liegt dem Landesumweltamt als verfahrensfederführende Behörde nun eine ablehnende Stellungnahme des Umweltministeriums vor. In dem der Redaktion vorliegenden Schreiben heißt es: "Das Vorhaben ist nach der Landschaftsschutzgebietsverordnung nicht genehmigungsfähig."

Wenngleich die Aussage in der Konsequenz noch nicht gleichbedeutend mit dem endgültigen Aus des Vorhabens ist, so sind die Mitstreiter der BI dennoch nicht unzufrieden, schließlich haben die Worte Gewicht. "Wir freuen uns natürlich, dass nach gängigem Recht entschieden wird. Wir hoffen, dass mit der Stellungnahme des Umweltministeriums die Geschichte vom Tisch ist", betonte Claudia Heckmanns, eine der Sprecherinnen der BI.

Sie hatte zuvor im Auftrag einen Brief an Umweltministerin Anita Tack (Die Linke) geschrieben und darin den Unmut der BI mit Nachdruck dargelegt. "In dem Gebiet hat einfach kein Windrad etwas zu suchen, schließlich macht das in einem dichtbesiedelten Gebiet ohnehin keinen Sinn. Die Nauener Platte darf nicht vergrößert werden", sagte sie weiter.

In der Stellungnahme des Umweltministeriums wird im zudem darauf verwiesen, dass eine normalerweise notwendige Ausgliederung von Flächen aus dem betreffenden Landschaftsschutzgebiet "Nauen-Brieselang-Krämer nicht in Aussicht gestellt wird". "Das Landesumweltamt hat nun das Genehmigungsverfahren entsprechend zu Ende zu führen", heißt es abschließend. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, weiß, wo die Reise hingeht. Heckmanns: "Ich denke, es ist eine gute Nachricht."

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