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Hagen Bernard 20.10.2013 21:04 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Tischtennisspieler läuft Streckenrekord

Eisenhüttenstadt (MOZ) Felix Ledwig hat bei der 7. Auflage des Schlaubetalmarathons einen Streckenrekord aufgestellt. Der 21-jährige Eisenhüttenstädter verbesserte bei optimaler Witterung die Bestmarke aus dem Premierenjahr um über drei Minuten auf 2:49:01 Stunden.

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Stoppt seine Zeit: Marathon-Sieger Felix Ledwig (vorn/Fünfter von rechts). Der 21-Jährige war von Anbeginn auf den Streckenrekord aus, den er auch um über drei Minuten unterbot.

© MOZ

371 Läufer beziehungsweise Walker - etwas mehr als im vergangenen Jahr - hatten sich am Sonnabend beim 7. Schlaubetalmarathon in die Startlisten eintragen lassen. Mit den 31 Kindern beim Biene-maja-thon über 400 Meter verzeichneten die Organisatoren um Bianka Angolini die erhofften 400 Teilnehmer, darunter 105 beim Marathon.

Nicht dabei war dieses Mal das Geher-Ass Hagen Pohle. Bislang hatte der Beeskower sämtliche Wettbewerbe über zehn Kilometer beziehungsweise dem Viertelmarathon (10,55 km) gewonnen. Er musste wegen einer Knieverletzung auf den Start verzichten. So war der Weg für den Friedländer Ronald Lehmann frei, der wegen eines Schnupfens mit einem Nasenpflaster lief (40:54 min). Vielleicht hatte diese eigentlich mehr moralische Hilfe einen Anteil daran, dass der Student sich im Spurt gegen den Vorjahreszweiten Torsten Schlauß (40:48 min) aus Frankfurt durchsetzte. Beide hatten von Anbeginn das Tempo auf der Viertelmarathon-Distanz diktiert. Während dem 25-jährigen Frankfurter doch der knapp verpasste Gesamtsieg anzumerken war, war die Freude von Ronald Lehmann ob seines ersten Erfolges bei seinem fünften Start um so größer. Drittschnellster war der Eisenhüttenstädter Robert Ledwig (42:54 min). Angesichts des knapp bemessenen Trainings aufgrund studentischer Verpflichtungen war er mit seiner Leistung sehr zufrieden.

Den Pokal als schnellster Jugendlicher holte sich als Gesamt-Vierter der 14-jährige Marius Ziems (BSG Stahl). Der Eisenhüttenstädter besucht seit diesem Schuljahr die Sportschule in Cottbus. Die weibliche Jugend-Wertung entschied die Eisenhüttenstädterin Sara Klingbeil (57:55 min) für sich. Erste weibliche Starterin über diese Distanz jedoch war Ulrike Kansteiner (TIB Berlin) in 44:27 Minuten. Obwohl die Mittdreißigerin zum ersten Mal beim Schlaubetal-Marathon startete, ist sie in der Region keine Unbekannte. Unter ihrem Mädchennamen Ziechmann bestritt sie zahlreiche Triathlon- und Laufwettbewerbe. Während die ehemalige Starterin für den TV Fürstenwalde vorn ein ziemlich einsames Rennen lief, hatte sie in der Eisenhüttenstädter Inselhalle - vor der sich Start und Ziel befanden - kaum mal einen Augenblick Zeit für sich. Zusammen mit ihrem Mann Wolf betreute sie sowohl ihre beiden eigenen Kinder Wolf-Theodor (1) und Henriette (3) als auch die beiden kleinen Sprößlinge ihres Bruders. Der Grünheider Marco Ziechmann wurde im Marathon (43,00 km) Sechster in der Altersklasse M 35 (3:45:10 h).

Auf dieser Distanz hatte wie bereits im vergangenen Jahr weitestgehend der 21-jährige Felix Ledwig den Ton angegeben. Bis Kilometer 13 hatte sich noch der mitfavorisierte Berliner Uwe Laenger (1. FC Union Berlin) an seine Fersen geheftet, dann strebte Ledwig allein dem Ziel entgegen. Bei Kilometer 36 waren es bereits vier Minuten Vorsprung. Im Gegensatz zum Vorjahr, als er auf den abschließenden beiden Kilometern die Führung eingebüßt hatte, vergrößerte er dieses Mal diese bis ins Ziel kontinuierlich. "Ich wusste, dass ich gut in Form bin. Vor drei Wochen hatte ich auf Mallorca mit 1:16 Stunden eine persönliche Bestleistung im Halbmarathon aufgestellt. Ich wollte unbedingt besser laufen als vor einem Jahr, als ich zum Schluss noch überholt wurde", sagte Ledwig, der in der unmittelbaren Vorbereitung auf den Marathon wöchentlich etwa 100 Kilometer gelaufen war. Ungewöhnlich - wenig später stand Felix Ledwig in der Tischtennis-Verbandsliga für den TTC Frankfurt erneut im Wettkampf. Während er die beiden Einzel abgab, gewann er im Doppel. Nun hofft Felix zusammen mit seinem Vater Torsten (Gesamtsechster mit 3:06:47 h) auf Losglück für den Berlin-Marathon im nächsten Jahr, um dann seine Bestleistung auf einem dann flachen Kurs weiter zu verbessern. Während Laenger (3:03:17 h) im Schlussabschnitt auf den vierten Rang durchgereicht wurde, lief Carsten Drilling (Non Stop Ultra Brakel/2:55:49 h) aus Niedersachsen als Gesamtzweiter ein. Vom sechsten auf den dritten Rang vorgearbeitet hatte sich auf der zweiten Hälfte der Leipziger Matthias Lappe (2:59:18 h), der zum ersten Mal beim Schlaubetalmarathon startete. "Das ist ein sehr schöner Landschaftslauf. Auch das Wetter war dafür optimal. Lustig finde ich nur, dass es noch bei Kilometer 41 eine Verpflegungsstelle gibt."

Ihren Vorjahressieg wiederholte auf dem langen Kanten Marita Wahl (VS Blankenfelde/3:37:16 h). Geführt hatte von Anbeginn die 23-jährige Studentin Friederike Preuß aus Eisenhüttenstadt (3:39:54 h). Doch nach einigen Stolperern der Spitzenreiterin auf den teilweise weichen Waldwegen sah die Berlinerin ihre Chance und zog drei Kilometer vor dem Ziel vorbei. "Als Du mich überholtest wusste ich, da komm ich nicht mehr ran. Die Cross-Strecke hat mir viel Zeit gekostet", sagte die ehemalige Schülerin am Fürstenberger Gymnasium zu ihrer Kontrahentin im Ziel. "Als ich sah, dass sie Schwierigkeiten hat, habe ich noch mal Gas gegeben. Das ist heute für mich persönliche Bestleistung im Marathon", erklärte die Siegerin.

Auf eine persönliche Bestleistung in Eisenhüttenstadt war der 44-jährige Jens Bartusch nicht unbedingt aus. Dennoch lief der Organisationsleiter des einen Tag später ausgetragenen Storkower Seenlauf im Halbmarathon von Anbeginn ganz vorn und erreichte nach 1:26:13 Stunden als Gesamtsieger das Ziel. Zweiter wurde der Cottbuser Christian Schömberg (1:26:51 h) vor dem für den MSV Tripoint Frankfurt laufenden Eisenhüttenstädter David Schulz (1:28:43 h). "In diesem Jahr wollte ich einige Läufe bestreiten, bei denen ich noch nicht gewesen bin. Eine schöne Strecke. Die müsste man noch einmal in Ruhe ablaufen", sagte Bartusch. Schnellste Frau über diese Distanz war Antje Knoblich (Rot-Weiß Thyrow/1:45:23 h) vor Margit Munzert (BSG Pneumant Fürstenwalde/1:50:50 h) und Maren Schneider (Eisenhüttenstadt/1:51:41 h).

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