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Letzte Synode tagt in Bad Freienwalde / Superintendent zieht positives Fazit bei Kinderbetreuung

Kirchenkreis geht mit Zuversicht in Fusion

Steffen Göttmann / 04.11.2013, 07:41 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Oderbruch ist am Sonnabend zu ihrer letzten Sitzung vor der Fusion mit zwei Nachbarkirchenkreisen in Bad Freienwalde zusammengetreten. 49 Synodale nahmen die Einladung wahr.

Von Wehmut keine Spur. "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, am Ende wird es gut" lautete die Losung in der vom Bad Freienwalder Pfarrer Björn Ferch gehaltenen Andacht. Die Kirchenkreise sehen sich aufgrund der sinkenden Mitgliederzahlen und damit fehlenden Kirchensteuereinnahmen gezwungen, zu größeren Einheiten zu verschmelzen. Die Zahl der Gemeindeglieder ging im Kirchenkreis Oderbruch von fast 16 000 im Jahr 2000 bis Ende 2009 auf 11 400 zurück. Um Pfarrstellen und Mitarbeiter weiter finanzieren zu können, sind größere Einheiten unumgänglich. In 60 Tagen schließen sich daher die Kirchenkreise Oderbruch, Fürstenwalde-Strausberg sowie An Oder und Spree zum Kirchenkreis Oderland-Spree zusammen.

"Die Kirchengemeinden zwischen Alt Madlitz und Hohensaaten sowie zwischen Harnekop und Güstebieser Loose wechseln ab 1. Januar 2014 ihren Mantel", beschrieb Superintendent Roland Kühne den Wandel. Der neue Kirchenkreis halte die gleichen Aufgaben und Angebote für ehrenamtliche und hauptamtliche kirchliche Mitarbeiter bereit wie der alte. Die Ausdehnung werde etwas weitläufiger. "Wir müssen aufpassen, dass einzelne Kirchengemeinden nicht übersehen oder gar vergessen werden", sagte Kühne.

Die erste und damit konstituierende Kreissynode wird am 15. März 2014 stattfinden. "Unser Kirchenkreisrat hat die Synodalen nach Neuhardenberg eingeladen", sagte Kühne. Entschieden sei noch nichts. Bis dahin werden die vorbereitenden Beschlüsse gefasst. Als besonders wichtigen Termin nannte Kühne den 24. Januar 2014. Dann müssten alle Gemeindekirchenräte der Regionen Nord (Altkirchenkreis Bad Freienwalde) und Süd (Altkirchenkreis Seelow) ihre Vertreter für die neue Kreissynode wählen. "Dabei gibt es eine ganz große Hürde", hob der Superintendent mahnend den Zeigefinger. Jeder Gemeindekirchenrat müsse beschlussfähig sein. "Wenn auch nur ein Gemeindekirchenrat nicht die Abstimmungsfähigkeit erreicht, dürfen auch die anderen nicht wählen", betonte er. Wenn die Kirchengemeinden aus dem Oderbruch mitreden und mitentscheiden wollen, sei es dringend erforderlich, dass die Gemeindekirchenräte möglichst vollzählig ihre Stimme abgeben. Die drei Superintendenten bleiben bis zum Ende ihrer Wahlzeit im Amt. Christof Brockhoff aus Frankfurt scheidet im Juni 2014 aus Altersgründen aus, Roland Kühne Ende Juli, bleibt aber noch zwei Jahre Pfarrer. Frank Schürer Behrmann aus Fürstenwalde führt als amtierender Superintendent den Vorsitz des Kreiskirchenrates alleine. Er scheidet im Oktober aus. Dann werde ein neuer Superintendent für den gesamten Kreis gewählt.

Kühne verzichtete in seinem Bericht auf Zahlen. Er versuchte vielmehr, Bilanz über das zu ziehen, was der Kirchenkreis in einzelnen Bereichen in 15 Jahren geschaffen hat. Ein Beispiel dafür ist die Arbeit mit Kindern. Als der Kirchenkreis 1998 startete, habe es nur einen evangelischen Kindergarten in Freienwalde gegeben. 2000 kam in Seelow eine zweite evangelische Kita hinzu, die mit sieben Kindern begann und heute 60 Mädchen und Jungen betreut. Das Gebäude in Freienwalde sei saniert und um einen Neubau erweitert worden, berichtete Kühne stolz. In Seelow sei eine neue Kita gebaut und im August 2012 bezogen worden. Die Konzepte der pädagogischen Arbeit werden mit den jeweiligen Kirchgemeinden abgestimmt. Mit Erfolg: "Die Eltern bringen ihre Kinder gerne zu uns, beide Kitas haben lange Wartelisten", sagte Kühne. Als Frucht aus der Kita-Arbeit sei in Freienwalde ein evangelischer Hort gegründet worden, der stark nachgefragt sei. Diesen Bereich nannte Kühne ausbaufähig. Daher seien erste Planungen richtig, vielleicht in Freienwalde oder Wriezen eine evangelische Grundschule zu gründen.

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