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Ein Hilfsmittel, mehr wohl nicht

Henning Kraudzun
Henning Kraudzun © Foto: privat
Henning Kraudzun / 08.11.2013, 18:50 Uhr
(MOZ) Telemedizin wurde in den vergangenen Jahren immer wieder als großer Trumpf aufgeführt, um Versorgungslücken mit Fachärzten in ländlichen Regionen zu schließen. Wenn die Wege in die Praxis unzumutbar weit sind, so der Ansatz, könnten zumindest die relevanten medizinischen Werte von zu Hause aus übermittelt werden - vorausgesetzt die Patienten führen die Messungen am eigenen Körper gewissenhaft durch.

Doch bislang haben Projekte keine absolut überzeugenden Ergebnisse geliefert. Der Nachweis wurde noch nicht erbracht, dass Telemedizin nicht nur Wissenschaftlern nutzt, sondern auch den Menschen, die darauf vertrauen müssen, dass gesundheitliche Risiken auch aus der Ferne schnell erkannt werden. Zudem sollte gewährleistet sein, dass die sensiblen Daten nicht in falsche Hände geraten, etwa an Marktforschungsunternehmen verkauft werden.

Von einer flächendeckenden Einführung der Telemedizin ist man daher noch weit entfernt. Vielmehr gibt es nach wie vor Befürchtungen, dass diese hochtechnische Betreuung zwar teuer ist, aber den Besuch beim Mediziner nicht ersetzen kann. Letztlich haben die Forschungen auch einen weiteren Grund: Es soll Geld im Gesundheitssystem gespart werden.

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