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Edgar Nemschok 17.11.2013 18:05 Uhr - Aktualisiert 21.11.2013 16:05 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Strausberger ganz dicht dran

Strausberg (MOZ)  

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Große Chance für den Gastgeber: Sirko Neumann gehörte zu den Aktivposten im Strausberger Spiel.

© Edgar Nemschok / MOZ

Oberligist FC Strausberg hat im Viertelfinale des Fußball-Landespokals gegen den Regionalligisten SV Babelsberg 0:2 verloren. 412 Zuschauer erlebten in der Energie-Arena ein schönes und vor allem friedliches Fußballfest.

Am Ende der Partie waren sich die meisten in der Arena einig: der FC Strausberg war dem großen Favoriten über weite Strecken des Spiels ebenbürtig und ein Klassenunterschied war kaum zu entdecken. Sicherlich kann sich niemand beim FC Strausberg dafür etwas kaufen, aber die Elf um Trainer Helmut Fritz schnupperte am ganz großen Erfolg.

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FC Strausberg gegen SV Babelsberg 0:2

Niedlich, weiß und wuschelig - Knut zog im Jahr 2007 die Berliner und später die ganze Republik in seinen Bann.  

FC Strausberg verliert im Viertelfinale des Fußball-Landespokals gegen den SV Babelsberg © MOZ / Edgar Nemschok

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Großer Optimismus überall auf Strausberger Seite vor dem Spiel. "Wir gewinnen mit 2:1. Zum einen, weil wir das können, und zum anderen, weil wir gut sind", sagte Marko Zabel vom FCS-Wirtschaftsbeirat. Auch seinen Aktivitäten ist es wohl mit zu verdanken, dass einige Neuerungen in der Energie-Arena vor dem Spiel nicht zu übersehen waren und den Besuch auch angenehm machten. Neue, schicke Überdachungen für die Spieler-Ersatzbänke, Decken für die Auswechselspieler und markierte Sicherheitszonen für die Fan-gruppen. Ein Fanshop war eingerichtet und auch die gastronomische Versorgung konnte sich sehen lassen. Und weil es ein besonderes Spiel war, ließ sich auch der FCS Strausberg-Fanclub RGU etwas einfallen.

Er brachte Lametta und blau-weiße Papierstreifen mit und sorgte vor dem Anpfiff fast schon für südamerikanische Stimmung im kalten Strausberg. Dazu rollte er ein Transparent mit der Aufschrift aus: "Ihr kriegt den Oscar und wir den Pokal". Umrahmt wurde alles noch von der Nachwuchsabteilung des FC Strausberg, die in der Pause mit einem kleinen Spiel für Unterhaltung sorgte und Balljungen stellte. Diese Stimmung sprang auch schnell aufs Publikum über.Der 66-jährige Günther Dähne, Stammgast beim FCS, beispielsweise freute sich auf das Spiel. "Es wird richtig schwer." Das Schöne war, ganze Familien kamen. Zum Beispiel die Behlaus. Mutter Cathleen hatte den wohl jüngsten Fan an diesem Tag, den elf Monate alten Oskar Robin, mitgebracht. "Wir tippen auf ein 2:1 für den FCS", sagte sie.

Dann ging es endlich los. Und im Gegensatz zu vergangenen Spielen waren die Strausberger auch gleich hellwach. Der gut aufgelegte Ringo Kretzschmar, insgesamt auch bester Spieler auf dem Platz, sorgte für viel Schwung. Der zweite Strausberger, der sich in prächtiger Spiellaune präsentierte, war Sirko Neumann. "Er hat seit einigen Wochen gar nicht trainieren können", sagte Trainer Helmut Fritz vor dem Spiel noch skeptisch. Neumann hielt durch und machte ein großartiges Spiel.

Die erste Chance hatten allerdings die Babelsberger, als nach einer scharfen Eingabe Luca Albrecht frei an der linken Strausberger Torecke auftauchte (13.). Durchatmen hieß es bei den Strausbergern, als in der 21. Minute Daniel Becker einen Fehler in der Strausberger Abwehr nutzte und nur knapp am rechten Torpfosten vorbeischoss. Doch der FCS fand zurück zu seinem Spiel mit schnellen Kombinationen und dem frühen Angreifen des Gegners.

Nach einem Schuss aus der zweiten Reihe von Kretzschmar musste Babelsbergs Torhüter Marvin Gladrow in der 33. Minute mit einer Glanzparade retten. Es begann die beste Phase der Gastgeber. Nur fünf Minuten später hatte nach einem langen Ball von Mittelfeldspieler Tim Bolte auf Kretzschmar Mittelstürmer Robert Vsetycek die riesen Chance, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Gleich mehrere Babelsberger schmissen sich in den Ball. Die Abwehr um Laurin von Piechowski wirkte nicht nur in dieser Szene leicht verunsichert.

Strausberg blieb am Drücker, und nach einem weiten Einwurf von Bolte hatte Christopher Lichtnow Pech, als sein Ball um Zentimeter am linken Babelsberger Torpfosten vorbeitrudelte.

Beim Stand von 0:0 wurden die Seiten gewechselt und SV-Trainer Cem Efe hatte seinen Männern in der Kabine einiges zu sagen. Doch nicht der Favorit kam mit mehr Schwung zurück, erneut hatte Strausberg zwei ganz große Möglichkeiten. Zunächst köpfte Neumann aus Nahdistanz aufs Tor und dann hatte wiederum Kretzschmar erneut eine große Möglichkeit. Im Anschluss gab es irgendwie einen Bruch im Spiel. Strausberg musste seinem hohen Tempo ein wenig Tribut zollen.

Und wie das in solchen Spielen dann eben so ist, wer seine Chancen nicht nutzt ... Einen Moment passte die Strausberger Abwehr nicht auf. Der Babelsberger Maximilian Zimmer drückte ab und Torhüter Ewest konnte den Ball nur mit den Fingerspitzen abwehren. Süleymann Koc staubte ab und schoss zum 1:0 ein (64.). Die Strausberger erholten sich von diesem Schock nicht mehr. Nur noch einmal, als Neumann aus der Drehung im Babelsberger Strafraum abzog, gab es Hoffnung für den FCS. Fünf Minuten vor dem Abpfiff des guten Schiedsrichters Henry Müller machte Kai Druschky nach Flanke von Jerome Maaß alles klar.

"Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben ein Spiel auf Augenhöhe gesehen und wer weiß was passiert wäre, wenn wir das erste Tor gemacht hätten. Eigentlich habe ich keinen Klassenunterschied heute feststellen können. Trotzdem Glückwunsch an Babelsberg", sagte Helmut Fritz nach dem Spiel.

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