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Zahlungsunfähiger Internethändler soll 50 Millionen Euro unterschlagen haben

Großrazzia bei getgoods

© Foto: dpa
Hajo Zenker / 18.11.2013, 20:33 Uhr - Aktualisiert 18.11.2013, 20:40
Frankfurt (Oder) (MOZ) Beim insolventen Onlinehändler getgoods rückte am Montag ein Großaufgebot von Ermittlern an. Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Unterschlagung von 50 Millionen Euro. Das Unternehmen soll vor der Pleite Mobiltelefone verkauft haben, die ihm nicht gehören.

Um 192 000 Handys geht es, die bei getgoods lagerten, aber der Firma Brightstar gehörten. Das Frankfurter Unternehmen soll diese Handys auf eigene Rechnung verkauft haben. Das wäre Unterschlagung und zudem aktienrechtlich relevant, weil getgoods damit den Verkaufserlös als eigenen Umsatz ausgewiesen hätte, sagt Staatsanwalt Sören Schrade. Die Anzeige von Brightstar sei Mitte vergangener Woche eingegangen, das Amtsgericht habe, da die eingereichten Belege plausibel erschienen, einen Durchsuchungsbeschluss erlassen.

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MOZ-Interview: Razzia bei getgoods.de

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Der wurde am Montag in die Tat umgesetzt - an drei Orten: den beiden Firmenstandorten sowie dem Privathaus des Unternehmenschefs Markus Rockstädt-Mies. Drei Dutzend Beamte des Landeskriminalamtes sowie fünf Staatsanwälte waren beteiligt - für Brandenburger Verhältnisse ein Großeinsatz. Die Auswertung der gesicherten Computerdaten, sagt Staatsanwalt Schrade, werde einige Wochen in Anspruch nehmen.

Markus Rockstädt-Mies wies die Vorwürfe im Interview mit dieser Zeitung zurück. Die Verträge mit Brightstar würden seine Sicht der Dinge bestätigen. Letztlich habe das Verhalten von Brightstar getgoods in die finanzielle Schieflage gebracht und für die heute "unschöne Situation" gesorgt.

Unterdessen bestätigte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), dass man die Kursbewegungen im Zusammenhang mit der Pleite analysiere. Bereits zwei Tage vor dem Eingeständnis der Zahlungsunfähigkeit der 200-Mann-Firma waren sowohl der Kurs der Aktie als auch der Unternehmensanleihe angesichts massiver Verkäufe deutlich nach unten gegangen - weshalb der Verdacht des Insiderhandels im Raum steht. Sollten sich tatsächlich Anzeichen für Marktmanipulation ergeben, werde man den Fall näher untersuchen und gegebenenfalls der Staatsanwaltschaft übergeben, so BaFin-Sprecherin Dominika Kula.

Der vorläufige Insolvenzverwalter der getgoods.de Vertriebs GmbH werde sich zu den Vorwürfen der Ermittler nicht äußern, sagt Christoph Möller, Sprecher von Verwalter Rüdiger Wienberg. Man werde aber die Staatsanwaltschaft unterstützen. Im Übrigen zeigt sich Möller "zuversichtlich, für das Unternehmen einen Investor zu finden". Auch Rockstädt-Mies bekräftigte, dass es Interessenten gebe, die nicht nur die Marke, sondern auch den Standort Frankfurt übernehmen wollten. Er hoffe nur, dass die Durchsuchungen nicht dazu führten, dass diese sich zurückzögen.

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Anonym 19.11.2013 - 17:16:21

Jeder bekommt das, was er verdient!

War doch nur eine Frage der Zeit bis es zu Insolvenz kommt! Und der leidtragende in dieser Sache ist bestimmt nicht Markus Mies! Die Kleinanleger und die Menschen die in der Firma arbeiten sind die Leittragenden! Wer so einen großspurigen Lebensstil führt und das Geld mit Händen aus dem Fenster wirft, der muss auch mit den Konsequenzen leben. ...denn: Geld was man nicht hat, kann man auch nicht ausgeben! Schuster bleib bei deinen Leisten :)

DART PENG 18.11.2013 - 21:16:21

es läuft

Auch Rockstädt-Mies bekräftigte, dass es Interessenten gebe, die nicht nur die Marke, sondern auch den Standort Frankfurt übernehmen wollten. Er hoffe nur, dass die Durchsuchungen nicht dazu führten, dass diese sich zurückzögen. Und übermorgen kommt der Weihnachtsmann. Das Geld ist sicher eingelagert. Da wird keiner ran kommen. Und an einem anderen Standortwird wieder eine neue Firma gegründet. So wird es laufen. Am Rande. Der Wohlstandsbesitz wird nicht angerührt. Das läuft auf einen anderen Namen. Seine Berater wissen, wie es gemacht wird.

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