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Reichenwalde verschiebt Bau der Trasse Am Berge und des Entwässerungs-Grabens an der Kita ins Jahr 2014

Straßenbau kostet mehr Geld

Manja Wilde / 30.11.2013, 07:00 Uhr
Reichenwalde (MOZ) Der Ausbau der Straße Am Berge wird ins Jahr 2014 verschoben. Die Ausschreibung ergab, dass das Vorhaben deutlich teurer wird, als geplant. Zum Ausgleich der Mehrkosten können Mittel, die für den Entwässerungsgraben an der Kita vorgesehen waren, genutzt werden, entschieden jetzt die Gemeindevertreter.

Rund 223 000 Euro hatte die Gemeinde Reichenwalde 2013 für Vorhaben im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens eingeplant. Davon sollten die Eigenanteile für den Ausbau der Straßen Am Berge (51 800 Euro), Neuer Weg (78 900), den Rückbau des Mittelweges (10 000), den Entwässerungsgraben an der Kita (51 200) und Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (30 500) bezahlt werden. Für alles reichte das Geld nicht - und so wurden nur der Neue Weg auf rund 850 Metern ausgebaut und der 150 Meter lange Mittelweg zurückgebaut.

"Die Ausschreibung für die Straße Am Berge haben wir zurückgenommen, weil der Preis zu hoch war", erklärte Amtsdirektor Carsten Krappmann bei der Gemeindevertretersitzung. Nun soll die Straße 2014 realisiert werden. Auf 3,50 Metern Breite erhält der Sandweg eine Asphaltdecke, links und rechts 50 bis 75 Zentimeter breite Bankette, sagte Bauamtsleiterin Simone Tannhäuser. Da es sich um ländlichen Wegebau im Zuge der Bodenordnung handele, werden die Nettokosten zu 75 Prozent gefördert, müssen sich die Anlieger nicht daran beteiligen.

Falls das Geld für den Eigenanteil der Gemeinde nicht reiche, könnten für den Kita-Graben eingeplante Mittel abgezogen werden, schlug Krappmann vor. "Der Graben ist der Puffer, weil wir da nicht unter Zeitdruck stehen", schloss sich Bürgermeister Heinz Döbler an. Der Gemeinderat folgte dem einstimmig.

Das Bodenordnungsverfahren wurde für Reichenwalde 2008 eröffnet. Ziel ist es, "die tatsächliche Nutzung der Flächen mit dem Kataster in Einklang zu bringen und zu erreichen, dass jedes Grundstück über einen öffentlichen Weg erschlossen wird", erklärt Krappmann, der für die Gemeinde im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft aller betroffenen Flächeneigentümer sitzt. Teilweise gebe es erhebliche Differenzen. Ein Grund ist, dass zu DDR-Zeiten Parzellen zu großen Landwirtschaftsflächen zusammengelegt wurden, zu deren Bewirtschaftung entstanden Wege, die mit Kataster- und Eigentumsverhältnissen in Konflikt stehen.

Um nun möglichst alle Eigentümer zufriedenzustellen, dauert die Abstimmung, wo neue Wege angelegt werden, welche Flächen getauscht werden und wie viel Entschädigung ein Grundstücksbesitzer für falsch gesetzte Zäune zahlen muss, lang. Für den Mittelweg, der durch Feldarbeiten gut 100 Meter "verrutscht"war, erfolgte nun der Rückbau.

In Reichenwalde sind mehr als 400 Grundstückseigentümer vom Verfahren betroffen, sagt Krappmann. Während das Prozedere für Kolpin fast abgeschlossen ist, erfolge in Reichenwalde die Vermessung. Betroffen sind auch Teile von Dahmsdorf.

Heinz Döbler ist froh, dass sich die Gemeinde für das Verfahren entschied, auch, weil über die Förderung mehrere Straßen, wie der Weg von Marienhöhe nach Kolpin und Teile der Silberberger Straße, gebaut werden konnten. Auf der Wunschliste steht nun noch der Weg zum Campingplatz.

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