Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Neue Wege und Rondell mit Sitzgruppe angelegt

Bernauer Park wächst um 400 Quadratmeter

Blick vom Elysiumpark auf Kirche und Steintor: Es hat auch einen Vorteil für die Stadtansicht, wenn die Blätter von den meisten Bäumen abgefallen sind. Auf einmal sind sonst verborgene Sehenswürdigkeiten gut wahrzunehmen.
Blick vom Elysiumpark auf Kirche und Steintor: Es hat auch einen Vorteil für die Stadtansicht, wenn die Blätter von den meisten Bäumen abgefallen sind. Auf einmal sind sonst verborgene Sehenswürdigkeiten gut wahrzunehmen. © Foto: MOZ
Frank-Olav Schröder / 06.12.2013, 07:45 Uhr
Bernau (MOZ) Der Elysiumpark - eine Idylle im Herzen Bernaus - ist in diesem Jahr nicht nur schöner geworden. Er ist außerdem um rund 400 Quadratmeter größer geworden. Die Stadt hat Land hinzugekauft und dem Park angegliedert.

Da, wo vor Kurzem noch marode Schuppen und Mauern standen, wachsen jetzt Stauden und Gehölze. Außerdem wurde ein Stück Land, zwischenzeitlich von der evangelischen Kita genutzt, wieder dem Park zugeordnet und ebenfalls neu gestaltet. "Der Elysiumpark gehört zum Sanierungsgebiet Gründerzeitring. Ziel war es zum einen, städtebauliche Missstände zu beseitigen und zum anderen, den Park zu erweitern", erläutert Jürgen Brinckmann vom Bauamt. Unter seiner Regie lief die im September begonnene und kürzlich abgeschlossene Umgestaltung des Parks. Geplant und ausgeführt wurde sie von einem Büro aus Biesenthal und einem Unternehmen aus Melchow. Rund 50000 Euro hat die Verschönerungskur gekostet. Das Geld kam aus dem städtischen Haushalt und aus Sanierungsmitteln. Auf neuen Wegen können die Bernauer und ihre Gäste jetzt durch den Elysiumpark spazieren und dabei den Blick auf den Teich, die Stadtmauer oder das Steintor genießen. Die Grünanlage im Zentrum der Stadt macht ihrem Namen alle Ehre. In der griechischen Mythologie gilt das Elysium als "Insel der Seligen". Und das sogar im trüben November oder Dezember, in dem nichts mehr blüht und kaum noch Blätter an den Bäumen hängen. Auch vom Parkplatz an der August-Bebel-Straße gelangt man direkt in die grüne Oase.

Monika Stobbe geht auf ihrem Weg zur Arbeit oft durch den Park. "Das ist viel angenehmer und erholsamer als an der Straße entlang zu laufen", sagt sie. Die Bernauerin freut sich auf den Frühling, wenn "hier alles grünt und blüht und die Enten wieder im Teich schwimmen". Eine Idylle wird dann auch das auf einem Hügel angelegte kleine Rondell mit einer Sitzgruppe darstellen, von dem man einen schönen Blick auf den Park hat. Neu gepflanzt wurden dort eine Eberesche und ein Zierapfelbaum. Im Frühjahr wird auf der neuen Fläche noch Rasen ausgesät, die Zwiebeln für Krokusse, Tulpen und Osterglocken sind schon überall gesteckt.

Namensgeberin für den Park war die einstige Gaststätte Elysium am Steintor, die in den 1970er Jahren geschlossen und später abgerissen wurde. Ältere Bernauer schwärmen noch heute von den Tanzabenden dort.

So entspannend ein Spaziergang durch den Park für die einen ist, so sehr scheint es andere zu stören, wenn etwas in Ordnung ist. Jürgen Brinckmann kann ein Lied davon singen. Ihm tut es richtig weh, wenn Müll achtlos weggeworfen wird oder Radfahrer über das Grün rasen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG