Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

2014 nimmt Gemeinde Geld in die Hand

Rundweg um Wandlitz als Glücksgriff gelobt

Hans Still / 13.12.2013, 07:45 Uhr
Wandlitz (MOZ) Das von zwei Studenten der Eberswalder Hochschule HNE erarbeitete Konzept eines Wanderrundweges durch die Ortsteile der Gemeinde Wandlitz löst offenbar große Begeisterung aus. Das zeigte sich bei einer abendlichen Vorstellung vor Vertretern der Tourismuswirtschaft und der Kommunalpolitik.

"Die beiden Studenten haben sich als Glücksgriff erwiesen. Ich hätte nie erwartet, dass beide in so kurzer Zeit ein so praxisnahes Konzept vorlegen könnten. Ich bin absolut begeistert", fasst die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant ihre aktuelle Stimmungslage in Sachen Wandlitzer Rundweg in Worte. Ähnlich ergeht es anderen. Auch Andreas Scharschmidt, Vorsitzender des Tourismusvereins, freut sich über die "sehr fundierte Arbeit, die uns wichtige Anstöße gibt".

Tatsächlich ist es den beiden Studenten Anna Röhrig und Nadja Ziegelsdorff aus dem Masterstudiengang Nachhaltiges Tourismusmanagement gelungen, in nur 17 Wochen Projektpraktikum den Gedanken "76 Kilometer Wandlitz, neun Ortsteile, ein Rundweg" so überzeugend auszuarbeiten, dass die Umsetzung bei vielen schon als sicher gilt. "Wir sollten das nicht auf die lange Bank schieben", signalisiert beispielsweise Andreas Scharchmidt Tatendrang. Und auch Bürgermeisterin Radant lässt keine Zweifel aufkommen, dass sie mit der Gemeindevertretung stark für die Umsetzung kämpfen will.

Ziel ist es, durch die Wandlitzer Ortsteile einen qualitativ hochwertigen Wanderweg zu bestimmen und zu markieren, der über ansprechende Rastplätze verfügt, inhaltliche Schwerpunkte anbietet und idealerweise auch noch identitätsstiftend für den Zusammenhalt der Ortsteile wirkt. "Wandern liegt im Trend und passt optimal nach Wandlitz", begeistert sich Mitautorin Nadja Ziegelsdorff, die, wie sich zeigt, fest in der Region verwurzelt ist und Natur und Landschaft kennt. "Ich bin in Groß Schönebeck groß geworden und habe das Wandlitzer Gymnasium besucht", berichtet sie. Mit ihrer Kommilitonin Anna Röhrig ist sie sich absolut einig: "Es müsste unbedingt ein Qualitätswanderweg werden, der auch in weiten Teilen zertifiziert werden sollte."

Beide Studenten erwidern die Komplimente für ihre Arbeit mit freundlicher Dankbarkeit. "Wir freuen uns total über die positiven Rückmeldungen und haben uns gefreut, so liebevolle Geschenke wie einen Wanderstock oder einen Bildband über Wandlitz für unsere Arbeit zu erhalten."

Die nächsten Arbeitsschritte sind fest in den Blick genommen und wurden von den Studentinnen schlüssig aufgezeigt: "Vieles weist ja derzeit darauf hin, dass die Beteiligten unserem Projekt grünes Licht geben wollen. Dann wäre es sicher nötig, sich über die konkrete Streckenführung zu verständigen. Auch müsste entschieden werden, mit welchen Schildern der Wanderweg markiert werden soll. Gleiches gilt für die Rastplätze, über die dann zu befinden sein wird", zählt Nadja Ziegelsdorff auf.

Bürgermeisterin Radant unterstützt diese Herangehensweise, wie sie am Donnerstag ausdrücklich bestätigte. "Mir ist da die Idee gekommen, einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung der Rastplätze auszuschreiben. Es wäre schön, wenn die Tischler der Region sich mit ihren Vorschlägen beteiligen würden."

Etwa 10 000 Euro sollen im Haushalt 2014 für das Projekt zur Verfügung stehen. Gedacht ist das Geld auch für die Anschaffung von Schildern und die Untersuchung der Rastplätze. Im Jahr darauf, so die vorsichtige Prognose, könnte dann der Wanderweg komplettiert und genutzt werden.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Till 16.12.2013 - 00:11:55

Teststrecke für Touris aus Südtirol und hartgesottene Regionalräte

...da bleibt zu hoffen, dass sich der Weg nicht unter Windrädern in Klosterfelde, Stolzenhagen und entlang der Prendener Seenplatte hin zum und durch den Liepnitzwald schlängelt. Da benötigten die Wandergesellen dort einen Panzer zum Schutz vor Eisabwurf, Ohrstöpsel vor dem lauten knattern der Windräder und jede Menge Humor beim aufsammeln toter Vögel und Fledermäuse am Wegesrand...

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG