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Marco Marschall 21.01.2014 19:37 Uhr
Red. Seelow, seelow-red@moz.de

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Tierärzte beruhigen Katzenhalter

Seelow (MOZ) Der MOZ-Bericht vom Freitag über skrupellose Katzenfänger hat Tierliebhaber schockiert. Nun melden sich Veterinäre von Lebus bis Altbarnim zu Wort und raten zu Achtsamkeit ohne Panik.

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Bleib mir vom Leib! Wer Stubentiger wie diesen vermisst, sollte zunächst bei Nachbarn und im Umfeld suchen. Das raten Tierärzte.

© Heike Hahn

Dass auch in der Seelower Region seit Jahren Katzen verschwinden, ist im Tierschutzverein bekannt. "Gerade im Herbst, wenn die Tiere ihr Winterfell bekommen", sagt Bettina Bienwald vom Verein. Auch sie vermutet die Katzenfänger dahinter. So wie Tierschützer im Zeitungsbericht vom vergangenen Freitag schilderten, ist das Fell der Tiere auf dem Schwarzmarkt begehrt.

Tierliebhaberin Petra Perky Bartknecht aus Letschin sind zum Jahresende drei Katzen abhanden gekommen. "Alle frisch kastriert und mit sehr gepflegtem Fell", berichtet sie. Am 29.November, am 1. und am 4. Dezember, also einem sehr dichten Zeitraum, seien die Tiere verschwunden. Die Katze der Letschiner Tierärztin Anja Kaul ist seit dem 27. Dezember nicht mehr auffindbar. Die Veterinärin kennt einige Beispiele von zahmen Wohnungskatzen, die seit November fortblieben.

Dass die Stubentiger auf Wanderschaft gehen, glauben auch die Tierärzte der Region nicht. Das sei gerade bei kastrierten Katzen um diese Jahreszeit unwahrscheinlich, teilen sie in einem gemeinsamen Schreiben an die MOZ-Redaktion mit. Gerüchten über professionelle Katzenfänger allerdings begegnen sie mit Vorsicht. "Nach unseren Informationen ist bisher in Deutschland nicht ein Fall wirklich belegt, in dem solche Katzenfänger dingfest gemacht wurden", sagen die Mediziner. Wilde Spekulationen würden aus ihrer Sicht nicht weiterhelfen.

Die Meldungen über die verschwundenen Tiere kennen sie dennoch alle. Wie Tierärztin Dr. Judith Scholz aus Alt Tucheband berichtet, seien vor allem rote Katzen als vermisst gemeldet worden. Für die Besitzer sei es emotional sehr belastend, nicht zu wissen, wo die Tiere sind. Doch: "Man wird keine hundertprozentige Sicherheit für seine freilaufende Wohnungskatze herbeiführen können", meint Dr. Frank Spremberg aus Seelow. Freigang gewohnte Stubentiger jetzt aus Angst nicht mehr rauszulassen, sei sicher nicht im Interesse der Katzen und führe nicht selten zu Verhaltensstörungen wie Harnmarkieren und Kratzen an Gegenständen und Möbeln.

Tierarzt Manfred Kleemann aus Lebus empfiehlt, die Katzen per Mikro-Chip registrieren zu lassen. Geortet werden können die Tiere damit zwar auch nicht. Fundkatzen, die in eine Tierarztpraxis gebracht werden, können damit aber eindeutig und schnell dem Besitzer zugeordnet werden. Noch sei das Verfahren, bei dem ein Chip - kleiner als ein Reiskorn - unter die Haut injiziert wird, bei Katzen noch nicht sehr verbreitet. Bisher würden eher Besitzer von Rassehunden davon Gebrauch machen, sagt Manfred Kleemann.

Bei mehrtägigem Fernbleiben der Katze raten die Tierärzte zunächst die nähere Umgebung absuchen und auch die Nachbarn anzusprechen. Nicht selten hielten die Tiere dort in Schuppen oder Garage unbemerkt eine Ruhepause. Vereinzelte Suchplakate können ebenfalls helfen, müssen aber auch wieder abgenommen werden - sonst drohe Ärger mit dem Ordnungsamt. Nicht zuletzt sollten umliegende Tierärzte und Tierheime informiert werden. Wenn die Meldungen zeitnah in den Tierarztpraxen eingehen, könnten Häufungen in bestimmten Bereichen schneller bemerkt werden.

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