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18. Berufemarkt auf drei Etagen im Oberstufenzentrum II zieht 1000 Besucher in seinen Bann

Aussteller werben um künftige Fachkräfte

Polizeikommissar Wolfhardt Ahrndt hilft Lisa Jäckel beim Anprobieren von Schutzkleidung.
Polizeikommissar Wolfhardt Ahrndt hilft Lisa Jäckel beim Anprobieren von Schutzkleidung. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Monika Schmidt / 27.01.2014, 07:50 Uhr - Aktualisiert 27.01.2014, 15:32
Eberswalde (MOZ) 68 Aussteller und gut 1000 Besucher, das ist die Bilanz des 18. Berufemarkts im Oberstufenzentrum. Über drei Etagen konnten sich Schüler und Eltern am Sonnabend informieren, welche Ausbildungsmöglichkeiten die Region Barnim-Uckermark und darüber hinaus zu bieten haben.

"Herzlichen Glückwunsch zur Volljährigkeit. In den 18 Jahren ist der Berufemarkt nicht nur zu einem Aushängeschild der Region geworden, sondern auch zu einer wichtigen Plattform, junge Leute und Unternehmen zusammenzubringen", begrüßte Bürgermeister Friedhelm Boginski, der wiederum die Schirmherrschaft übernommen hatte, die Aussteller. "Aus mehr als 100 Berufen können die Jugendlichen der Region wählen. Zurzeit sind dennoch 235 junge Menschen unversorgt", erklärte Dagmar Brendel, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit. Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel und Verkäufer seien noch immer die begehrtesten Ausbildungsberufe. Lehrstellensuchende sollten auf jeden Fall auch Alternativen in Betracht ziehen.

Mehr als 1000 Besucher strömten am Sonnabend zum 18. Eberswalder Berufemarkt in das Oberstufenzenrum Barnim  im Leibnizviertel. 68 Firmen und Behörden präsentierten sich den Schülern und deren Eltern.
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18. Berufemarkt im OSZ II

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"Gesucht werden beispielsweise Restaurantfachleute, Hotelfachleute und Fachkräfte für das Handwerk", warb Dagmar Brendel. "Der Fachkräftemangel führt mittlerweile dazu, dass Polizei und Bundeswehr mit den Unternehmen um die besten Schulabgänger kämpfen", sagte CDU-Bundestagsabgeordneter Jens Koeppen zur offiziellen Eröffnung. Interessierte Schüler und Eltern ließen nicht lange auf sich warten

"Wir bieten wieder zwei Ausbildungsplätze an, einen für die Verwaltung, einen für den Zoo", sagte Karin Wilhelm, die im Rathaus für Aus- und Weiterbildung zuständig ist. "Bei uns geht es um alle grünen Berufe. Im letzten Jahr konnten wir beim Berufemarkt sogar die ersten Verträge abschließen", erklärte Heidemarie Scholze, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Oberhavel und Barnim. "Wir sind mindestens das achte Mal dabei. Bisher hat es sich immer gelohnt", fügt Holger Lampe, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Trampe, hinzu.

Einige Jahre länger ist Polizeihauptmeisterin Jeannette Klinder mit ihren Kollegen dabei. "Der Berufemarkt ist eine gute Sache. Da bekommt man schon mit, ob sich der Interessent für den Beruf eignet oder nicht. Ich habe schon etliche Jugendliche begleitet, die hier waren und jetzt zu den ausgebildeten Kollegen gehören", sagte sie nicht ohne Stolz. Und auch bei der 18. Auflage gehörten die Informationsstände der Polizei, einschließlich Bundespolizei, zu den dicht umlagerten Tischen. Rege Nachfrage gab es auch bei Reina Jung und Barbara Thürmann von der AWO Bernau. Jeweils drei Jahre dauert die Ausbildung zum Altenpfleger oder für einen Job in der Verwaltung. Sophie Bautz, Schülerin einer neunten Klasse in Wandlitz, interessierte sich mehr für Heilpädagogik. Bei der Stiftung Lobetal konnte sie sich jede Menge Informationsmaterial mitnehmen. David Bläsing war mit Mutti Manuela gekommen. Mechatroniker oder Industriemechaniker möchte der Zehntklässler aus der Karl-Sellheim-Schule Eberswalde werden. Auf seine Bewerbungen kamen bisher nur Absagen zurück. Ähnlich erging es Melanie Muth. Die zweifache Mutti interessiert sich für eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Ihre Schwester Melanie Muth, die noch die zehnte Klasse besucht, möchte Hotel- oder Restaurantfachfrau werden.

Torsten Aßmann von der Tischlerei Mario Wrensch hoffte auf viele Bewerber für den Tischlerberuf. "Ich habe vor 15 Jahren selbst in Golzow gelernt und inzwischen meine Meisterausbildung abgeschlossen", sagte er. Sebastian Kalischa war mit Vater Norbert aus Petershagen angereist. Der Zehntklässler hat auf seine Bewerbungen bisher nur Absagen erhalten. Kerstin Donath kam mit 18 Schülern der praxisorientierten Klasse 9a aus der Goethe-Schule. Jason Klesinski, Schüler der 8. Klasse aus Joachimsthal, durfte sich über eine Einladung der Thimm-Verpackung freuen. An diesem Dienstag und Mittwoch, jeweils ab 16 Uhr, gibt es dort Betriebsbesichtigungen.

Anmeldung unter 03334 213210 oder per E-Mail an gabi.nietham mer@thimm.de

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