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Zirkus um den Bernsteinsee

Roland Becker / 04.02.2014, 03:00 Uhr
Velten (MZV) Noch hat die Right Now Showproduction die Hoffnung nicht aufgegeben, auch 2014 zu Partys am Bernsteinsee einladen zu können. Zwar hat der Aufsichtsrat der Regionalen Entwicklungsgesellschaft (REG) einstimmig beschlossen, auf die Open-Air-Discos in diesem Jahr zu verzichten. Doch nachdem es über Monate laut Mitveranstalter Christian Rietzke zu keinem Gespräch mit REG-Geschäftsführer Michael Kühne gekommen war, soll es nun Ende der Woche zu einem Treffen kommen. Das bestätigten am Montag beide Seiten. "Right Now wird gegenüber dem Aufsichtsrat und der REG die Gelegenheit bekommen, die Bedeutung der Strandpartys für die Region und die Stadt Velten darzustellen."

Die Gelegenheit dürften die Partyveranstalter zwar haben - nur nützen dürfte es ihnen nichts. Denn REG-Geschäftsführer Kühne stellte schon am Montag klar: "2014 wird es am Bernsteinsee definitiv keine von Right Now organisierten Partys geben." Das Treffen solle lediglich dazu dienen, die Gründe zu erläutern, die den Aufsichtsrat dazu bewogen haben, sich vom bisherigen Partykonzept zu verabschieden.

"Der Aufwand war für uns, das Ordnungsamt der Stadt und die Polizei einfach zu groß", resümiert der REG-Chef und fügt hinzu: "Wir alle bemühen uns. Right Now macht dann das große Geld, und die Stadt bekommt nur einen geringen Obolus." Während die Partyveranstalter von Tausenden Gästen den Eintritt kassierten und zudem an den zahlreichen Ständen verdienten, floss nur eine dreistellige Summe in die Stadtkasse.

Auch Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) möchte "weg von der Kommerzialität". Statt der Disconächte soll auf familienfreundliche Angebote gesetzt werden. Laut Kühne soll es in diesem Sommer zwei Familiennachmittage geben, in die auch die Wasserski-Anlage, der Beachvolleyball-Platz und das italienische Restaurant einbezogen werden. Vor allem Letzteres sei von Right Now regelmäßig außen vorgelassen worden. Der REG-Chef hat auch einen Zirkus bei der Hand, der zum Familienfest anreisen will. "Wir wollen etwas für kleine Geldbeutel bieten", argumentiert er. Gefeiert werde bis Mitternacht. "Wenn eine Veranstaltung um 24 Uhr endet, kommt kein Jugendlicher. Mancher soll sich an seine eigene Jugend erinnern", kritisiert hingegen der grüne Kreistagsabgeordnete Jörg Ditt das neue Konzept.

Kommentare

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Bernd P 05.02.2014 - 20:21:01

Typisch Veltener Politik

Diese Art von Schnellschüssen und Kompromisslosigkeit ist ja mal wieder Typisch für Veltens Politiker. Erstmal alles platzen lassen malsehen was wir dann tolles machen - oder dann doch nicht. Die Veranstalter können sich zwar äußern, aber das was sie sagen ist bedeutungslos - genau wie die Meinungen der Veltener zum Einkaufstempel. Wenn die Stadt zu wenig Geld bekommt, dann liegt das doch sicher an den Verträgen die die Stadt gemacht hat. Das dort so viel Kosten durch Polizeii und Ordnungsamt anfallen halte ich für eine vorgeschobene Behauptung. Da soll Velten doch bitteschön mal die Zahlen dazu vorlegen. Velten hat bisher immer wieder Volksfeste weggestrichen und Ansätze zu nichte gemacht. Einzig das Velten-Süd Fest lief.

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