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"Waldschrat" lockt mit Kursen und Camps

Am Eingang zur Wildnisschule "Waldschrat": Martin Schreiber und Kathrin Kusserow, Christine Schoenenberg und Franziska Hengl (v. l.), die zu seinem achtköpfigen Team von freien Mitarbeitern gehören.
Am Eingang zur Wildnisschule "Waldschrat": Martin Schreiber und Kathrin Kusserow, Christine Schoenenberg und Franziska Hengl (v. l.), die zu seinem achtköpfigen Team von freien Mitarbeitern gehören. © Foto: MOZ Gerd Markert
Detlef Klementz / 26.03.2014, 07:10 Uhr
Müncheberg (MOZ) Martin Schreiber hat sich seinen Lebenstraum erfüllt, er ist Leiter einer Schule geworden. Dabei handelt es sich um eine ganz spezielle Bildungseinrichtung. Der 31-Jährige hat am Wochenende im Müncheberger Ortsteil Hoppegarten seine Wildnisschule "Waldschrat" eingeweiht. Bis dahin habe er sein Geld in der Veranstaltungsbranche verdient, erzählt Schreiber. "Aber ich war nicht recht zufrieden." Er sei schon immer sehr naturverbunden gewesen. In der Natur fühle er sich richtig wohl, dort habe er mehr Zeit verbringen wollen. Hinzu kam sein Wunsch, mit Kindern zu arbeiten. Diese Ausrichtung habe ihn über die Waldpädagogik zur Wildnispädagogik gebracht. "Ich habe an einer entsprechenden Weiterbildung mit Zertifikat teilgenommen und inzwischen vielfältige Erfahrungen gesammelt, darunter auch in einem Waldkindergarten", sagt Schreiber.

Dankbar ist Schreiber dem Gründerprojekt Lotsendienst Märkisch-Oderland. Der stellte ihm einen Betreuer zur Seite, mit dem er sein Unternehmenskonzept ausgearbeitet hat. Auch ein Antrag auf Förderung ist eingereicht.

Vor einem Jahr ist er mit seiner Freundin in den Ortsteil Hoppegarten gezogen: "Gemeinsam mit zwei Freunden haben wir dort einen Hof gekauft, einschließlich der Wiese am Kesselsee." Diese Wiese mit der wald- und wasserreichen Umgebung stellt für Martin Schreiber praktisch das Klassenzimmer seiner Schule dar, die durch ein großes Holztor betreten wird. Dahinter sind ein paar Bänke um eine Feuerstelle gruppiert.

Hier sieht Martin Schreiber künftig seine Erfüllung. Unter freier Mitarbeit von Wildnispädagogen und Erziehern bietet er Kurse und Camps für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien und Firmen an. Die Themenpalette reicht von Spurenlesen über die Sprache der Vögel bis zu altem Handwerk. "Wir gehen auf Spurensuche", sagt Schreiber. Dazu gehöre neben der engen Verbindung mit der Natur stets auch die Selbstentdeckung.

Schon jetzt lädt er vom 24. bis 27. April zum Osterfamiliencamp ein. Dort werden die Teilnehmer unter anderem gemeinsam kochen, in Zelten schlafen, Werkzeuge und Gefäße herstellen sowie Wildpflanzen sammeln.

Weitere Informationen unter Tel. 033432 758168 und im Internet unter www.wildnisschuule-waldschrat.de

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