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Niederbarnimer Bündnisgrüne fordern 3. Grundschule in Panketal

Heftige Schelte für Gemeindevertreter

Sabine Rakitin / 31.03.2014, 06:48 Uhr
Panketal (MOZ) In der Diskussion um die Schulplanung in Panketal fordern die Bündnisgrünen die Gemeindevertreter dazu auf, "die aktuellen Zahlen und Entwicklungen endlich wahrzunehmen und sich nicht weiter vom Bürgermeister zu teuren Provisorien verleiten zu lassen. Das bedeutet konkret: Ein klares Ja zu einem dritten Schulstandort in Zepernick und ein Abschied von der schon jetzt überholten Ergänzungsbauidee", heißt es in einer Pressemitteilung des Regionalverbandes Niederbarnim vom Wochenende.

"Murks bleibt Murks" sagt Sprecherin Regina Satzer, "und ihn ein bisschen größer zu bauen, macht es nicht besser. Der Ergänzungsbau für die Grundschule in Zepernick war und ist nicht geeignet, die bestehenden Probleme nachhaltig zu lösen. Im Gegenteil, dass Schulgelände würde nur noch unübersichtlicher und enger und das Defizit damit dauerhaft in Beton gegossen".

Es mangele an Klassenräumen und Kapazitäten für Hort, Sport und Mensa. Die Gebäude seien heillos überbelegt. "Wer hier arbeitet, gelangt zwangsläufig an die Grenzen seiner Kraft, wer hier lernt, verliert schnell den Überblick", ist die Bündnisgrüne überzeugt. Sie verweist darauf, dass Vertreter des Staatlichen Schulamtes bereits im März 2013 der Grundschule "gesundheitsgefährdende Arbeits- und Lernbedingungen" attestierten. "Es droht eine Abwanderung bewährter Lehrkräfte", befürchtet Regina Satzer.

"Wichtigste Aufgabe der Mandatsträger sollte es jetzt sein, die Fachabteilungen zeitnah mit der Planung eines separaten Standortes zu beauftragen und dann zügig an die Umsetzung zu gehen", heißt es in der Pressemitteilung der Bündnisgrünen weiter. Um dieses für Panketal so wichtige Projekt "nicht im Wahlkampfgerangel untergehen zu lassen", schlägt der Regionalverband Niederbarnim vor, den ausstehenden Variantenentscheid der im Mai zu wählenden, neuen Gemeindevertretung "als erste zentrale Bewährungsprobe" zu überlassen. "Auf das Wirken der eilig zusammengerufenen Arbeitsgruppe setzen wir dagegen wenig Hoffnung", betont Regina Satzer. "Wer, wie vorerst mehrheitlich geschehen, die Elternvertreter und Fachleute vom Diskussionsprozess ausschließt, handelt nicht lösungsorientiert", sind die Bündnisgrünen überzeugt. (Seite 14)

Kommentare

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Ursula Weisgerber 27.04.2014 - 15:17:31

Was hat die Grüne Vorstandsfrau in 7 Jahren Ausschussarbeit getan?

Im Artikel „Heftige Schelte für Gemeindevertreter“ vom 7.4.14 äußert sich die Sprecherin des Regionalvorstandes von Bü 90/Die Grünen, Frau Satzer, zum Thema Schulstandort in Panketal. Der ganze Artikel liest sich so, als müssten wir nur warten bis nach der Kommunalwahl und dann wird alles gut werden. Dann sitzen die Kandidaten der Bündnisgrünen Liste in der Gemeindevertretung und regeln die leidige Schulproblematik zur Zufriedenheit aller. Frau Satzer war von 2003 bis 2010 als sachkundige Einwohnerin im Sozialausschuss der Gemeinde Panketal und hat dort niemals ein müdes Wort zum Thema Schulentwicklung verlauten lassen. Von zukünftig zu erwartenden Problemen im Hinblick auf steigende Schülerzahlen weiß sie wohl erst jetzt zu berichten. Auch Herr Stahlbaum, der eifrige Schreiber von Leserbriefen zu diesem Thema hatte seine Chance, etwas für die Schulentwicklung in Panketal zu tun. Die hat er aber nicht genutzt. Weder im Sozialausschuss von 2008 bis Anfang 2010 noch als Gemeindevertreter, der er damals war. Da wurden weder Anfragen gestellt noch Anträge. Einfach nichts. Stattdessen hat er damals sein Mandat niedergelegt. „Murks“ – um bei Frau Satzers Worten zu bleiben – war auch der gescheiterte Bürgerentscheid zur 3. Grundschule im Krankenhauspark mit gerade mal 13% Befürwortung und 86% Ablehnung. Herr Stahlbaum als Initiator hat da zwei wichtige Dinge miteinander vermengt, nämlich die Frage “3. Grundschule Ja oder Nein“ und die Frage nach dem Standort für die 3. Grundschule. Das sind zwei völlig unterschiedliche Probleme. Wer nicht wollte, dass das Gelände im Krankenhauspark zerstört und Geld verschwendet wird, hat sich also gegen den Bürgerentscheid entschieden und somit automatisch auch gegen die 3. Grundschule. Eine 3. Grundschule ist in der Tat nötig, aber für den Standort gibt es bessere Alternativen – sowohl in ökologischer als auch in finanzieller Hinsicht. Schließlich hat diese unüberlegte Initiative zum Bürgerentscheid zu einer erheblichen Verzögerung der Schulerweiterungsplanung geführt. Schlussfolgernd landet der Artikel bei mir in der Schublade “Neunmalkluge Presseerklärungen im Wahlkampf“.

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