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Saisonstart der 14. Schönower Cool-Tour-Tage

Lustgarten der Sinne

Volker Schwarz (Gesang) und Sabine Fenske (Klavier) interpretieren Haydn.
Volker Schwarz (Gesang) und Sabine Fenske (Klavier) interpretieren Haydn. © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 05.05.2014, 22:00 Uhr
Schönow (mes) Wer den Garten von Wilfried Staufenbiel in der Schönerlinder Straße betritt, weiß, dass er sich hier auf eine Kultur-Zeit einlässt, die alles andere als Mainstream ist. So auch an diesem Wochenende, als sich wieder die Pforten öffneten für den Saisonstart der 14. Cool-Tour-Tage. Zunächst gilt es, die neuen Wirtschaftsgebäude mit Künstlergarderobe und Toilette zu eröffnen, bevor die zahlreichen Gäste bei schönstem Sonnenschein plaudernd mit einem Glas Rotwein oder Sekt und Schmalzstullen in der Hand im Ort des Geschehens - dem einstigen Hühnerstall - Platz nehmen. An den Wänden sind Pastelle mit farbenprächtigen Landschaften der "Bernauer Montagsmaler" zu sehen.

"Sie malen aus Lust an der Freude, probieren alte und neue Techniken aus. Ich finde, das sind sehr schöne Farben, sie erinnern an das Lächeln der Natur", sagt Wilfried Staufenbiel und verweist auf die Künstlerinnen Karin Ackermann, Antja Brix und Martina Kohls. Zum Konzert "Einfach Fabel-haft" treten Volker Schwarz, Gesang und Gitarre, sowie Sabine Fenske am Klavier auf die "Bühne". "Wir musizieren schon seit Jahrzehnten miteinander und es ist immer wieder etwas Besonderes", fügt Staufenbiel hinzu.

Und nun erklingen im Hühnerstall, der längst seine einstige Bestimmung aufgeben musste und über eine einzigartige Akustik verfügt, Ausschnitte aus Haydns "Schöpfung", welche die mitunter seltsamen Verhaltensweisen von Mensch und Tier zum Inhalt haben. Der sinnlos verliebt um eine Fliege surrende Maikäfer, die "Floh-Geschichte" während des Ausflugs in Auerbachs Keller, die Fabel von Grille und Ameise oder gar das Küchenschaben-Lied. Auch die Auslegung des "Flohjammer", Opus 35, entzückt das Publikum - das die Feinheiten fabelhafter Interpretationen von kessen Motten, kleinen Fischen und großen Tieren durchaus zu schätzen weiß.

Im Anschluss an das Programm ist der Garten offen für Gespräche und Zusammensein am Lagerfeuer mit Schmalzstullen, Bier, Wein, Saft und ganz neuen Betrachtungen, die hinaus zu führen scheinen von diesem versonnenen Ort, um zurückzukehren in das eigene Innere.

Nächstes Konzert: "Catfisch Row - Musik von George Gershwin", Sonnabend, 17. Mai, 17 Uhr, Schönerlinder Straße 88, Informationen unter www.wilfried-stau fenbiel.de oder Tel./Fax 03338 768651

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