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Arztberatung am Bildschirm

dwindolff / 01.02.2010, 21:02 Uhr
Angermünde () Lange Wartezeiten und Fahrwege zu Fachärzten und Spezialuntersuchungen sollen für Patienten der Krankenhäuser im GLG-Verbund künftig die Ausnahme bleiben. Statt Patienten von Facharzt zu Facharzt zu schicken werden dank moderner Technik Daten versendet. Ob Röntgenbild oder Arztgespräch, per Telemedizin können Spezialisten ohne Zeit- und Qualitätsverlust an jedem Ort zu Rate gezogen werden und Untersuchungsergebnisse, Diagnosen und Therapiepläne direkt besprochen werden.

Die Gesellschaft für Leben und Gesundheit GLG ist Vorreiter in der Telemedizin, hat diese Technik bereits in ihren Krankenhäusern installiert und wird sie weiter ausbauen. So hat beispielsweise ein Herzspezialist aus dem Forßmann-Klinikum Eberswalde direkten Zugriff auf die Untersuchungsdaten und Röntgenbilder in Angermünde durch moderne digitale Übertragungstechnik. Außerdem kann er via Bildschirm bei Untersuchungen oder Visiten dazugeschaltet werden und mit den behandelnden Ärzten in Angermünde kommunizieren.

Die Telemedizin gewinnt vor allem in dünn besiedelten Regionen an Bedeutung. Nach aktuellen Schätzungen nimmt die Bevölkerung in den nächsten 20 Jahren in der Uckermark um 15 Prozent ab. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, Praxen und Klinikstellen fachgerecht zu besetzen. Die Telemedizin bietet neue Lösungsansätze für eine optimale medizinische Betreuung der Menschen vor Ort. Damit wird patientennahe Versorgung in der Fläche und die spezialisierte Anbindung auch kleinerer Gesundheitsstandorte gesichert."

Beispiel Schlaganfall. Hier zählt jede Minute. Weite Transportwege und schlechte Witterungsverhältnisse können durch eine Tele Stroke Unit ausgeschaltet werden. Mittels Übertragung von CT-Bildern sowie einer mobilen Video-Konferenzschaltung können die Hirngefäße dargestellt und rettende Eingriffe sofort vorgenommen werden.

Die europäische Telemedizin-Modellregion Pomerania strebt neue, hilfreiche Dimensionen in der digitalen Vernetzung an. Nicht nur die GLG-Krankenhäuser Eberswalde, Angermünde, Prenzlau sowie die Standorte Bernau, Schwedt und Templin sind in das Netzwerk der Telemedizin eingebunden. Auch Kliniken in Vorpommern wie die Uni-Klinik Greifswald als Modell-Klinik, die Krankenhäuser in Pasewalk oder Stralsund sowie polnische Krankenhäuser, zum Beispiel die Universitätsklinik Stettin wurden innerhalb der Pomerania-Region an das Telemedizin-Netzwerk angeschlossen.

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