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Autotest Nissan Note

Nissan Note
Nissan Note © Foto: MOZ
Hajo Zenker / 09.06.2014, 16:50 Uhr - Aktualisiert 23.06.2014, 14:50
Frankfurt (Oder) (MOZ) Nissan gehört mit einem Plus von 26,3 Prozent zu den großen Gewinnern auf dem deutschen Automarkt, der über alle Marken hinweg 2014 bisher nur einen Zuwachs um 3,4 Prozent verbuchte. Während das gerade erneuerte Erfolgsmodell Qashqai, bei uns der meistverkaufte Nissan, etwas schwächelt, sind der überarbeitete Micra und die Neuauflage des Note für die japanische Marke echte Verkaufsschlager mit gewaltigen Zuwachsraten.

Motor

Für den Note gibt es drei Motoren - zwei Benziner 80 und 98 PS und einen Diesel (90 PS). Der von uns gefahrene Selbstzünder, der im Gegensatz zu den Benzinern, die sich mit drei Zylindern begnügen müssen, ein Vierzylinder ist, erscheint als eine gute Wahl. Zwar ist das maximale Drehmoment von 200 Newtonmetern für einen Diesel nicht gewaltig, liegt aber bei 2000 Umdrehungen an. Das reicht für das normale Leben absolut aus. So kommt man stets gut vom Fleck, in knapp zwölf Sekunden von 0 auf Tempo 100 und auf der Autobahn sind noch etwas mehr als die offiziellen 179 Stundenkilometer Spitze drin.

Im Autotest - der Nissan Note
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Karosserie/Ausstattung

Auch wenn die optischen Anklänge an den Vorgänger deutlich sind, will die zweite Note-Generation kein kleiner, etwas kastenförmiger Van mehr sein. Das wirkt frischer, dynamischer, aber auch etwas verwechselbarer. Der in England produzierte Note steht auf der Plattform des aktuellen Renault Clio - und angesichts eines Radstandes von 2,60 Meter in einem 4,10 Meter kurzen Auto darf man sich über erstaunlich viel Platz auch in der zweiten Reihe freuen. Wie im Vorgänger gibt es eine um 16 Zentimeter verschiebbare Rückbank (Serie nur in der besten Ausstattung und in der Basis nicht erhältlich), allerdings ist der Kofferraum generell gewachsen und lässt sich so nun zwischen 325 und 411 Litern variieren. Der Innenraum wirkt aufgeräumter und hochwertiger als zuvor, ist aber noch ein großes Stück etwa vom VW Polo entfernt, mit dem man sich jetzt so gern messen will. Eine Besonderheit ist die optionale Weitwinkelkamera im Heck. Die hat eine Selbstreinigungsfunktion und fungiert als Bewegungsmelder - der Fahrer wird gewarnt, wenn sich hinter dem Note Kinder, Fahrradfahrer oder Tiere befinden - sowie Toter-Winkel-Assistent und Spurhalteassistent. Ab Werk gibt es ESP, sechs Airbags, Start-Stopp-System, Fensterheber vorn und fernbedienbare Zentralverriegelung. Klima bekommt man im Paket mit CD-Radio für 1600 Euro.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk des Fronttrieblers geht die Straßen eher komfortabel an. Das schont den Rücken, lädt allerdings auch nicht zur dynamischen Kurvenfahrt ein.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Note gibt es (mit 80-PS-Benziner) für wirklich günstige 13 990 Euro. Der Diesel in derselben Basisausstattung schlägt dann bereits mit 16 290 Euro zu Buche. Der durchaus beeindruckende Normverbrauch von gerade 3,6 Litern Diesel auf 100 Kilometer (92 g/km CO2) ist eher schwer zu erreichen, mit einem Liter mehr allerdings kommt man sehr gut hin. In der Versicherung gilt für alle Modelle in der Haftpflicht die Klasse 14, bei Voll- und Teilkasko steht der Selbstzünder mit der 23/21 schlechter als die beiden Benziner mit 20/18 da.

Fazit

Der Note ist ansehnlicher geworden - ohne dabei sein für ein Vier-Meter-Auto erstaunliches Raumangebot zu verlieren. Der einzig mögliche Diesel erscheint als angemessene Motorisierung.

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