Altlandsberg . Im Juli sollen im Ortsteil Bruchmühle im Zusammenhang mit dem 100. Ortsjubiläum zwei Stolpersteine für frühere Mitbürger gelegt werden.
Beim Gang über den Bruchmühler Friedhof waren der Zugezogenen Eva Rohmann die Grabsteine von Margarete Näfe und Richard Jänsch aufgefallen, die 1943 verhaftet und 1944 in Plötzensee hingerichtet worden waren. Zu ihren "Verfehlungen" zählten das heimliche BBC-Radio-Hören und Hilfe für jüdische Familien aus dem Nachbarort Petershagen.
Nicht nur als Gedenken an frühere jüdische Mitbürger ist die Aktion "Stolpersteine" des Kölner Künstlers Gunter Demnig angelegt. Es trete oft in den Hintergrund, dass damit auch an die Vertreibung bzw. Vernichtung der Zigeuner, politisch Verfolgten, der Homosexuellen, Zeugen Jehovas und der Euthanasie-Opfer in der NS-Zeit erinnert werden soll, sagt die Bruchmühlerin.
Neben ihren aufwändigen Recherchen zu der Radebrückerin und dem Bruchmühler ist im November 2009 bei Stolperstein-Initiator Gunter Demnig das Verlegen zweier solcher Messing-Steine mit Gravur beantragt worden. Zwar wäre der kommende Monat März passender gewesen, zum 100. Geburtstag Margarete Näfes, meint Eva Rohmann, doch das hätte leider nicht geklappt.
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