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26.06.2014 08:08 Uhr - Aktualisiert 30.06.2014 21:02 Uhr
Red. Rathenow, redaktion-rn@brawo.de

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Naturtrüber Genuss in der BUGA-Havelregion

Premnitz (rez) Zur Bundesgartenschau 2015 Havelregion wird es fruchtig und naturtrüb. Dafür sorgt die Mosterei in der Beetzseegemeinde Ketzür. Betreiber Kai Braß will 20.000 Liter Saft liefern. Der Zweckverband sichert ihm im Gegenzug Exklusivität in der BUGA-Gastronomie an allen Standorten zu. Beide unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung am Mittwoch.

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Zur BUGA 2015 gibt es nur naturtrüben Saft aus Ketzür. Eine entsprechende Vereinbarung haben Moster Kai Braß (li.) und Zweckverbands-Geschäftsführer Erhard Skupch (2.v.re.) am Mittwoch unterzeichnet. Im Anschluss ließ man sich das in 0,275-Liter-Flaschen

© MOZ/Wernitz

Wenn die seit 2006 tätige Mosterei regionales Obst presst, holt sie zu zwei Dritteln Saft aus den Früchten. Bei 20.000 Litern ergibt das eine erforderliche Obstmenge von 30.000 Kilogramm, sprich 30 Tonnen, die erst einmal Ketzür erreichen müssen. Was die kommende Ernte betrifft, gibt sich Kai Braß sehr zuversichtlich: "Es sieht richtig gut aus. Die Bäume hängen voll." Die Bewohner der BUGA-Havelregion sind nun aufgefordert, ihre Früchte zu liefern oder abholen zu lassen. Die Mosterei-Mitarbeiter steuern auch ganze Kleingartensparten an. Zudem setzt Kai Braß auf das Instrument Internet. Durch sie Website www.mundraub.org können erntefreudige Zeitgenossen in ganz Deutschland erfahren, wo an Chausseen oder in Orten einsame Obstbäume stehen. 12.000 Standorte mit rund 100.000 Bäumen werden laut Betreiber Kai Gildhorn auflistet. Weil ins BUGA-Produkt ausschließlich Saft aus der Havelregion gelangen soll, können Unterstützer der Idee ihre Standort-Tipps auf mundraub.org eingeben. Bislang gibt es erst drei Einträge für die zwischen Havelberg und Brandenburg an der Havel: Baumhaseln in Pritzerbe und Premnitz sowie Apfelbäume in Steckelsdorf. Nur letztere würden für den BUGA-Saft in Frage kommen, da sich die Mosterei in Ketzür auf die Verarbeitung von Äpfeln, Birnen, Quitten, Holunder, Weintrauben, Rote Beete und Möhren beschränkt.

Geht die Idee auf, wird Mundraub-Initiator Gildhorn im Herbst in Erntecamps einladen. Kai Braß lobt derweil die säurehaltigen Früchte aus der havelländischen Wildnis. Was auf den Plantagen wachse, sei säurearm und daher für seine Zwecke zu süß. "Letztlich geht es uns auch darum, die BUGA-Gäste darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich in einer alten Kulturlandschaft befinden, in der viele herrenlose Obstbäume mit wunderbaren Früchten wachen, die es wert zu schätzen gilt", so der Moster.

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