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Marco Winkler 29.06.2014 22:13 Uhr
Red. Gransee, lokales@gransee-zeitung.de

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Schneepi schnappt den Finger

Menz (MOZ) Für Baldur Eisermann war das 20. Menzer Waldfest am Wochenende eine echte Mutprobe. Er fütterte ohne zu zögern die Schneeeule von Falkner Marko Loerke. Andere Mutige bezwangen den Triathlon Iron Menz.

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Nicht für jedermann: Die Zahl der Teilnehmer war beim Triathlon überschaubar. In drei Sparten starteten neun Teams, fünf Frauen und elf Männer. Zeiten zwischen knapp 27 und 40 Minuten legten die ersten drei in ihren jeweiligen Kategorien vor.

© MZV

Unter dem raschelnden Blätterdach des Friedensplatzes veranstalteten die Gemeinde Stechlin, der Förderverein Naturlandschaft Stechlin und Menzer Heide sowie der Landesbetrieb Forst Brandenburg das 20. Waldfest. "Wer es bis 20 schafft, hat die Kinderkrankheiten überstanden", schrieb Landrat Karl-Heinz Schröter (SPD), der am Sonnabend nicht anwesend sein konnte. Seine Rede verlas Stechlins Bürgermeister Wolfgang Kielblock (WG Heimatverein Dollgow). Die finanzielle Durststrecke der Anfangsjahre sei vorbei, so Schröter.

Die Menzer Organisatoren ließen sich deshalb nicht lumpen - drei Tage lang zelebrierten sie ihr mittlerweile zur festen Tradition der Region gewordenes Fest. Mit dem vielfach diskutierten Natur-Film "Der Stechlin" von Christoph Hauschild, einem Lagerfeuer und abendlichem Wettrudern auf dem Roofensee nahm das Fest am Freitagabend seinen Lauf.

Die Hobby-Läufer mussten sich da noch etwas gedulden. Um Punkt 11 Uhr am Sonnabend erklang der Startschuss für den Triathlon "Iron Menz". Zum dreizehnten Mal hieß es für die Teilnehmer: Schwimmen, Radfahren, Laufen. Die Strecke führte gute 200 Meter durchs 18 Grad kalte Nass des Roofensees. Danach mussten acht Kilometer auf dem Rad zurückgelegt werden, um schließlich zwei Kilometer Crosslauf zu absolvieren.

Auf dem Festplatz wurde es derweil voll - Menschen strömten zu den Buden, Handwerksständen, Ausstellungen, Kinderaktivitäten, lukullischen Spezialitäten. Um den Überblick über das Geschehen zu behalten, führte RBB-Moderatorin Carla Kniestedt durch den Tag.

Nachdem Schüler der Theodor-Fontane-Schule und Lütten der Kita Henriettes Schneckenhäuschen ihre unterhaltsamen Gesangsfähigkeiten auf der Bühne unter Beweis stellten, präsentierte Falkner Marko Loerke seine Greifvögel. Ein besonderer Augenfang war seine blütenweiße Schneeeule. Natürlich dachten alle Kinder und Junggebliebenen sofort an Hedwig, Harry Potters Eule. Doch Marko Loerkes Wildtier heißt Schneepi.

Der Zehdenicker Falkner suchte einen ganz kühnen Probanden. Einen, der tapferer sei als er selbst, und er sei schließlich mutiger als ein Löwe. Baldur Eisermann reckte seine Hand ganz hoch. Der zehnjährige Himmelpforter durfte Schneepi füttern. Aber bevor er ihr den Hähnchenschenkel vor den Schnabel hielt, reichte er ihr auf Anweisung Loerkes die leere Hand - prompt schnappte sich Schneepi einen Finger. Ohne zu Zucken hielt Baldur den nicht schmerzhaften, nur tastenden Biss aus, er lächelte dabei, wie nur ganz Mutige in solchen Situationen lächeln.

Gut Lachen hatte an diesem Tag Bürgermeister Wolfgang Kielblock. Er zeigte sich mehr als zufrieden mit der großen Resonanz. Als Ausdruck der Freude tanzte er ein Ründchen mit den Dollgower Perlen. Am Sonntag klang das Jubiläumsfest mit einer Waldandacht, zwei Wanderungen und einem Konzert in der Kirche aus.

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