Fürstenwalde .
"Weiblich wirtschaften - solidarisch handeln" lautet das Thema der diesjährigen Frauenwoche. Bei der 20. Auflage haben die Fürstenwalder Initiatorinnen einen neuen Rekord erreicht - das Programm ist umfangreicher als je zuvor.
Gleichstellungsbeauftragte Anne-Gret Trilling und Gabi Moser vom Eine-Welt-Projekt des Evangelischen Kirchenkreises werden die Besucherinnen der Veranstaltungen mit 1000 Proben des fair gehandelten Marcala-Biokaffee verwöhnen. Er kommt von einer Frauenrechtsorganisation aus Honduras. Wer Glück hat, bekommt ein Päckchen des Kaffees geschenkt. Die Veranstaltungen, bei denen das geschieht, sind im Programm mit dem Fairtrade-Zeichen versehen. Welche Geschäfte mit Kaffee gemacht werden, soll der Dokumentarfilm "Schwarzes Gold" verdeutlichen (14. März, 14 Uhr im Filmtheater Union). "Die Proben sollen Lust machen, den Marcala-Bio-Kaffee gezielt nachzufragen", sagt Gabi Moser.
Ein besonderes Augenmerk der diesjährigen Frauenwoche steuert die Polizei bei, die durch Katrin Gassner beim Fürstenwalder Unternehmerinnen-Stammtisch vertreten ist. Das Bindeglied ist einfach: "Wir produzieren Sicherheit", sagt die Kriminalhauptkommissarin von der Präventionsstelle des Polizei-Schutzbereichs. Mit ihren Kolleginnen wird sie zweimal ein Fahrsicherheitstraining nur für Frauen anbieten - einmal auf dem Verkehrsübungsplatz an der James-Watt-Straße (Samstag, 6. März, 11 bis 16 Uhr) und das zweite Mal in den Parkhäusern von Rathaus-Center und Fürstengalerie (Sonntag, 7. März, 9 bis 12 Uhr). Anmeldung für die Trainings im Büro der Landtagsabgeordneten Elisabeth Alter, Tel.: 03361 693339.
Auch die traditionelle Frauentags-Gala im Fürstenwalder Hof (7. März, 15 bis 19 Uhr, Eintritt: 10 Euro) ist dem Thema Sicherheit gewidmet. Katrin Gassner und ihre Mitstreiterinnen werden bis 16.30 Uhr in szenischer Darstellung drei Problemkreise aufgreifen, die der Polizei immer wieder zu schaffen machen: der Enkeltrick-Betrug, bei dem vor allem ältere Menschen unter Vorspiegelung einer vermeintlichen Notlage eines vermeintlichen Angehörigen unter erheblichen psychischen Druck gesetzt und um Geld gebracht werden. Außerdem geht es um Haustür-Geschäfte und um Senioren im Straßenverkehr.
Die große Vielfalt hat auch damit zu tun, dass es weitere neue Veranstalter gibt: die Gesellschaft für Arbeits- und Sozialrecht (Gefas) organisiert einen Workshop "Auskommen mit dem Einkommen" (11. März, 15 bis 17 Uhr, Hegelstraße 22, Anmeldung unter Tel.: 03361 376793). Weitere neue Veranstalter sind die "Neuen Alten", eine Seniorengruppe aus der Kulturfabrik, und die Fraktion der Linken im Stadtparlament. Insgesamt, sagt Anne-Gret Triling, ist die Frauenwoche wieder eine bunte Mischung aus Politik und Information, Unterhaltung und Entspannung.
Das Programmheft liegt im Bürgerbüro sowie in den beteiligten Einrichtungen aus.
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