Bad Freienwalde . Vor allem viel Gesundheit und baldige Genesung wünschen Kommunalpolitiker der Region Jutta Lieske. Die 48-jährige SPD-Politikerin war gestern überraschend von ihrem Ministerposten zurückgetreten. Aus gesundheitlichen Gründen.
"Für uns als Stadt ist es sehr bedauerlich, dass Jutta Lieske zurückgetreten ist", so Bad Freienwaldes Ralf Lehmann auf MOZ-Nachfrage. "Es wäre sicher für die Region noch mehr möglich gewesen, wenn sie weiterhin Ministerin geblieben wäre", meinte er. Aber er verstand auch ihre Entscheidung: "Manchmal muss man sich eingestehen, dass es zu viel ist." Er hoffe, dass sie bald genese und ihr Mandat als Landtagsabgeordnete wieder wahrnehmen könne.
Auch Landrat Gernot Schmidt zeigte sich betroffen. "Ich bedaure außerordentlich, dass Jutta Lieske zurückgetreten ist", sagte er. "Aber wie ich sie kenne, wird sie sich den Schritt reiflich überlegt haben." Viel wichtiger als ein Amt, so der Landrat weiter, sei immer die Gesundheit. "Niemand kann verurteilen, wenn sich jemand aus gesundheitlichen Gründen zu so einem Schritt entscheidet." Der Landrat wünschte Jutta Lieske gute Besserung, verbunden mit der Hoffnung, dass es ihr sehr bald wieder gut geht.
Auch in Letschin, wo Jutta Lieske zu Hause ist, hat niemand mit dem Rücktritt gerechnet. Günter Fetting, Gemeindevertreter und Fraktionsvorsitzender der SPD, reagierte ebenfalls betroffen. Er wollte sich nicht weiter dazu äußern, sagte stattdessen, dass er die Nachricht zunächst einmal verarbeiten müsse. Aber auch er hofft nun, dass die Letschinerin so schnell wie möglich wieder gesund wird.
Als Gemeindevertreterin von Letschin war Jutta Lieske im November zwar zurückgetreten, Kreistagsabgeordnete ist sie aber nach wie vor. Der Vorsitzende des Kreistages, Wolfgang Heinze, hatte die Nachricht im Radio gehört. Er wollte es zunächst nicht glauben, sagte er gestern. Auch seine erste Reaktion war, Jutta Lieske alles Gute und eine schnelle Genesung zu wünschen. "Selbstverständlich berührt es mich, dass sie aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste. Niemand hat damit gerechnet. Aber die Gesundheit steht an erster Stelle." Heinze ist sich sicher, dass Jutta Lieske mit ihrer Energie und ihrem Fleiß politisch noch sehr viel bewegen wird, sobald es ihr wieder besser geht.
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