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Ruth Buder 30.07.2014 19:56 Uhr
Red. Beeskow, beeskow-red@moz.de

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Beeskow und die Spree aus der Vogelperspektive

Beeskow (MOZ) Man kann es kaum glauben, dass Ludwig Krause das alles mit der Hand gezeichnet hat. Die Wände des Kirchenschiffes von St. Marien zieren seit Mittwochabend Arbeiten des in Berlin und Spreewerder lebenden Stadtplaners. Beeskow kennt er seit seiner Schulzeit, die sanierte Altstadt ist für ihn eine Freude. Der 73-Jährige war in den 90er Jahren in der Landesentwicklungsplanung tätig und maßgeblich daran beteiligt, dass Beeskow Kreisstadt wurde: "Es war eine richtige Entscheidung."

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So verläuft die Spree: Ludwig Krause zeigt Sarah Nyembezi - die in Berlin lebende Südafrikanerin ist zu Besuch in Sawall - eine seiner Zeichnungen in der Beeskower Marienkirche.

© Buder

Aus seinen Zeichnungen spricht die Liebe zu seinem Beruf und zur Region. Mit dem Zeichnen hat er angefangen, als er als Planer unterwegs war und immer Stift und Block dabei hatte. "Wenn ich etwas erklären musste, zeichnete ich es schnell auf", sagt Krause. "Heute würde man mit dem Handy fotografieren." Und so gibt es zahlreiche Gelstift-Skizzen von Dorfkirchen, von historischen und besonders markanten Gebäuden in Oder-Spree. Die Originale (ausgestellt sind Kopien) kann man erwerben - zugunsten der Marienkirche.

In einer großformatigen Zeichnung ist Beeskow aus der Vogelperspektive zu erleben, akribisch sind Straßen und Gebäude gezeichnet. "Hier wohnt jetzt der ehemalige Landrat Jürgen Schröter", zeigt Krause und freut sich, dass dieser zur Eröffnung gekommen ist.

Der Verlauf der Spree von Neugersdorf bis Berlin-Spandau auf 200x90 Zentimetern ist auf den ersten Blick nicht als Handzeichnung auszumachen. Wichtige Orte und Sehenswürdigkeiten sind markiert und lassen den Flussverlauf optisch klar nachempfinden. Ein ideales Anschauungsmaterial für den Geografieunterricht!

Ludwig Krause arbeitet auch auf Auftrag. Sein populärster war wohl der Begrüßungsflyer in acht Sprachen für die Fußballweltmeisterschaften 2006 mit einer Ansicht von Dortmund aus der Luft.

Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober in der Marienkirche zu sehen.

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