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Storkower Europaschüler bauen Ladestationen / Einwöchige Testphase während der Sommerferien

Damit die E-Bikes rollen können

Ganz akkurat: Unter Anleitung von WAT-Lehrer Ralf Gräbner geben Thomas Poeschke (links) und Steve Hegenscheidt (rechts) den Pfosten für die Ladestation den letzten Schliff.
Ganz akkurat: Unter Anleitung von WAT-Lehrer Ralf Gräbner geben Thomas Poeschke (links) und Steve Hegenscheidt (rechts) den Pfosten für die Ladestation den letzten Schliff. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Iris Stoff / 05.08.2014, 17:14 Uhr
Storkow (MOZ) Im Rahmen eines Ferienangebotes findet in der Europaschule Storkow derzeit gerade die Testphase für ein Unterrichtsprojekt statt, das im Herbst starten soll. Schüler werden dann im Fach Praxislernen Module für Ladestationen von E-Bikes fertigen.

Die Idee sei in enger Kooperation zwischen Schule und Schulsozialarbeit entstanden, schildert Christoph Jänisch, der Sozialarbeiter an der Europaschule ist. "Für Schüler war es bisher manchmal schwierig, hier in der Region einen Praktikumsplatz in einem Handwerksbetrieb zu bekommen", sagt er. "Warum also nicht an der Schule selbst etwas anbieten, wo sich zwei bis fünf Schüler mit einem konkreten Vorhaben beschäftigen?" In enger Kooperation mit dem gut angelaufenen Schulöffnerprojekt und Lehrern sei überlegt worden, "was kann man machen was auch noch sinnstiftend ist". Durch seinen Kontakt zu dem Netzwerk "Sonne auf Rädern", weiß Christoph Jänisch, dass geplant ist, Ladestationen für E-Bikes zu errichten und dass Leute gesucht werden, die diese bauen.

E-Bikes seien im Kommen, betont Helge Krause vom Netzwerk "Sonne auf Rädern". Im Gebiet Seenland Oder-Spree würden momentan bereits 57 gastronomische Betriebe Lademöglichkeiten für Akkus von Elektrofahrrädern anbieten. "Aber wir wollen diesen Service auch im öffentlichen Raum bereit stellen. Gleichzeitig sollen an diesen Stationen auch Informationen über die touristische Infrastruktur weitergegeben werden." Drei verschiedene Varianten seien da geplant. Eine davon könne gut im Praxisunterricht an der Europaschule umgesetzt werden, findet er.

Wie das funktionieren könnte, wird derzeit gerade ausprobiert. "Der Pfarrer aus Markgrafpieske ist mit der Bitte an uns herangetreten, das Gehäuse für eine Ladestation zu bauen, die dort neben der Kirche ihren Platz haben soll", sagt Christoph Jänisch. Der Sechstklässler Thomas Poeschke und Steve Hegenscheidt aus der 9b, die beide aktiv in der AG Schülerwerft mitwirken und sich auch am Ferien-Bootsbauprojekt beteiligt haben, gehören zu den Schülern, die sich dafür begeisterten. Unter Anleitung ihres WAT-Lehrers Ralf Gräbner bauen sie aus Stahlrohr und Holzleisten in dieser Woche das Gehäuse für die geplante Ladestation Markgrafpieske. "Wir testen dabei, ob diese Abläufe dann auch im Unterricht verwirklichbar sind," sagt der Fachlehrer. Unterstützung gebe es auch von der Tischlerei Grund. Den Jungs macht das Arbeiten mit Holz und Metall großen Spaß. Auch ein E-Bike konnten sie schon mal ausprobieren.

Der Landtagsabgeordnete Klaus Ness (SPD), der in Storkow seinen Wahlkreis hat, schaute am Dienstag an der Europaschule vorbei, wollte sich über das Projekt informieren. Er war des Lobes voll. "Das ist eine unterstützenswerte Initiative. Toll, wie hier die Lehrer, Schulsozialarbeiter und die lokale Wirtschaft an einem Strang ziehen."

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